UNSLEBEN

Die letzte Sitzung

Seine letzte Gemeinderatssitzung in Unsleben erlebte der scheidende VG-Geschäftsstellenleiter Josef Krause. Seine fachlichen Auskünfte wurden noch mehrmals während der Zusammenkunft benötigt. Schneller als gedacht, bekam Krause das Wort, als er den Gemeinderäten einen Einspruch eines Rechtsanwalts zum Bebauungsplans „Am Grabiger Weg“ erläuterte. Hintergrund sind die Bedenken von Anwohnern gegen ein Mehrfamilien-Wohnprojekt.

Allerdings hatte der Gemeinderat sich schon vor einem Jahr mit den Einlassungen auseinandergesetzt, und jetzt wiederholt der Rechtsbeistand lediglich seine Einwände. So waren auf Anraten von Krause die Antworten des Gemeinderats genau mit denen vor einem Jahr genau identisch, weshalb stellvertretender Bürgermeister Wolfgang Geisler recht aufgebracht war über solch juristischen Gebaren des Anwalts. Die Äußerungen des Rechtsvertreters wurden denn auch einstimmig zurückgewiesen.

Im weiteren Verlauf berichtete Bürgermeister Michael Gottwald, dass er mit den Fachbehörden einen Ortstermin vorgenommen habe, um den Wunsch nach einem Spiegel an der Ausfahrt des Friedhofswege an die Hauptstraße zu prüfen. Tatsächlich sei das Anliegen als berechtigt angesehen worden, allerdings hatten die Räte nun Bedenken einen geeigneten Standort zu finden. Trotzdem beschlossen sie den Kauf einer solchen Vorrichtung für etwa 1.200 Euro.

Ferner berichtete Gottwald von dem Angebot eines überregionalen Magazins, das sich mit Thema Dorfleben auseinandersetze. Dabei sei Unsleben von den Herausgebern ausgewählt worden, um exemplarisch ein Dorf vorzustellen, das die nachhaltigen Entwicklung intensiv betreibe. Die Teilnahme soll jedoch etwa 4.000 Euro kosten und Gottwald konnte beim Landratsamt noch keine Zusage für eine Förderung erreichen. Trotzdem waren die Mandatsträger recht angetan, zumal es sich bei „der Zeitschrift um ein hochwertiges Druckwerk handelt, das etwa im Raum Nürnberg in größerer Auflage verteilt wird“, ergänzte Michael Diestel. Einstimmig votierten die Mandatsträger daher für die Teilnahme.

Schließlich stellte Patrick Gottwald eine Initiative der NES-Allianz zur Bildung eines gemeinsamen Ferienprogramms vor. Mit dem Vorhaben solle nicht die bereits existierenden Angebote in den Kommunen in Frage gestellt werden, betonte der Mandatsträger. Vielmehr geht es darum, Freizeitmöglichkeiten einem größeren Kreis von Interessenten zugänglich zu machen.

Das Gremium segnete zu guter Letzt einen Wartungsvertrag für die Photovoltaikanlage am Heizkraftwerk ab, der jährlich Kosten von 220 Euro verursacht und behandelte außerdem ohne Einwand einen Bauantrag für eine Garage in der Eislache.