WEISBACH

"Löschwichte" haben viel Spaß

Die Oberelsbacher Kinderfeuerwehr „Löschwichte“ nahm im vergangenen Herbst am Festzug des Weisbacher ...

Gut aufgestellt ist die Weisbacher Feuerwehr. 31 Aktive – 26 Männer und fünf Frauen – sowie acht Jugendliche gehören derzeit zur Wehr. Zufrieden zeigte sich Kommandant Jürgen Kleinhenz auch mit der Leistung seiner Wehr. Acht Übungen und 220 Übungsstunden mit einer durchschnittlichen Übungsbeteiligung von 9,6 Kameraden verzeichnet er in der Statistik zum vergangenen Jahr.

„Mit der Übungsbeteiligung bin ich im Großen und Ganzen zufrieden. Leider sind wir in der Situation, dass wir Schichtarbeiter, Montagearbeiter, Polizisten und Studierende haben, denen es nicht möglich ist, an den Montagsübungen teilzunehmen.“ Einsatzübungen fanden an der Weisbacher Schule und im Rahmen der Brandschutzwoche statt.

Insgesamt 14 Einsätze hatte die Freiwillige Feuerwehr Weisbach im vergangenen Jahr zu bewältigen, davon drei technische Hilfeleistungen und elf sonstige Tätigkeiten. Insgesamt waren die Feuerwehr'ler 144 Stunden im Einsatz. Unvergessen bleibt der Einsatz an Christi Himmelfahrt, als Hagel und Regen die Ortschaften Weisbach und Ginolfs überfluteten. So schossen an diesem Tag Wassermassen mit Kies und Schlamm über den Hohlweg am Friedhof über die Rhönbergstraße bis hin zur Kirche. Mehrere Stunden war die Feuerwehr Weisbach mit der Reinigung der Staatsstraße beschäftigt und erhielt Unterstützung von Schneepflug und Kehrmaschine der Gemeinde und Straßenmeisterei Rödelmeier.

Einen etwas anderen Einsatz hatten ein paar Kameraden im November an der BayWa-Kreuzung in Bad Neustadt. Auf dem Weg zum MTA-Lehrgang verlor ein Getränkelaster seine Ladung – ein Scherbenhaufen. Kurzentschlossen wurde die Verkehrsregelung übernommen und für die Nachalarmierung weiterer Wehren gesorgt.

Wie Kommandant Jürgen Kleinhenz berichtete, nahm Christoph Hergenhan erfolgreich am Motorkettensägenlehrgang in Bad Königshofen teil. Jochen Hergenhan, Sebastian Tulit und Manuel Büttner übten im Brandübungscontainer in Bad Neustadt. Am MTA-Abschlusslehrgang haben Juliane Kleinhenz, Luisa Kleinhenz und Kilian Hartmann teilgenommen. Auch wurden die Termine für den Durchgang der Atemschutzstrecke in Bad Neustadt wahrgenommen.

Kommandant Jürgen Kleinhenz berichtete auch von der Gerätehausbesichtigung in Weisbach, bei der mitunter bauliche Mängel am Feuerwehrhaus und bei der Schlauchpflege beanstandet wurden. Auch sollte die Anzahl der Atemschutzgeräteträger erhöht werden, erklärte Kommandant Kleinhenz.

Während vor genau 20 Jahren die Jugendfeuerwehr mit damals neun männlichen Mitgliedern gegründet wurde, habe es die Feuerwehr Weisbach zusammen mit den anderen Wehren der Großgemeinde nun geschafft, die Kinderfeuerwehr zu gründen. „Darauf bin ich stolz“, sagte Jürgen Kleinhenz. Juliane Kleinhenz und Melanie Kleinhenz aus Weisbach haben die Betreuung übernommen. Auch in Weisbach habe bereits eine Gruppenstunde mit dem Thema Verbrennungsdreieck stattgefunden, wie Juliane Kleinhenz berichtete. Die Kinder durften von ihren Erfahrungen mit der Feuerwehr erzählen und haben gesehen, was passiert, wenn man ein Gefäß über eine brennende Kerze stülpt. Rettungssymbole, die ihnen immer wieder begegnen könnten, haben sie auch kennen gelernt.

Darüber hinaus berichtete Jürgen Kleinhenz als erster Vorsitzender von einer Mitgliederzahl von 64 und zwei Ehrenmitgliedern im Feuerwehrverein Weisbach. Zwei Vorstandschaftssitzungen wurden abgehalten. In Erinnerung bleibt der Kameradschaftsabend im Juli an der Jagdhütte des Jagdpächters sowie das Ferienprogramm, bei dem den Kindern ein abwechslungsreiches Programm mit Spiel und Spaß geboten wurde.

Die Jugendfeuerwehr, die aus fünf Jungen und drei Mädchen besteht, hielt im vergangenen Jahr acht Übungen ab. Ein Highlight war die 24-Stunden-Übung im Juni in Oberelsbach, wie Jugendwartin Luisa Kleinhenz berichtete. Bürgermeisterin Birgit Erb dankte der Feuerwehr für die geleistete Arbeit und das große Engagement, insbesondere in der Kinder- und Jugendarbeit mit der erfolgreichen Gründung der Kinderfeuerwehr.