FLADUNGEN

Aufträge wurden vergeben

Erneut vom Stadtrat beanstandet wurde, dass die Mitarbeiter der Verwaltungsgemeinschaft Fladungen ihre Fahrzeuge ...

Recht zügig wurden die Tagesordnungspunkte der Stadtratssitzung in Fladungen abgearbeitet. Bürgermeisterin Agathe Heuser-Panten wirkte dabei etwas angeschlagen. Sie sei stark erkältet, entschuldigte sie sich. Eine große Hilfe war VG-Geschäftsstellenleiter Conny Schmuck, der zu Sitzung anwesend war und auf die offenen Fragen der Stadträte einging.

Der zweite Bauabschnitt zum Umbau und zur Erweiterung der Grundschule mit Turnhalle schreitet voran. Auf der Tagesordnung standen mehrere Auftragsvergaben. Es sei bedauerlich, dass der Architekt nicht präsent sei, so die mehrheitliche Meinung. Gerade in Bezug auf Materialien wären zusätzliche Informationen vom Architekten hilfreich gewesen. VG-Chef Conny Schmuck versicherte, dass das Architekturbüro Messerschmitt alle Angebote geprüft und anschließend das wirtschaftlichste Angebot zur Vergabe vorgeschlagen habe. Auf Wunsch des Stadtrates könne man den Architekten aber auch einladen, so Schmuck.

Für den Sportboden hat man sieben Angebote eingeholt. Die Entscheidung fiel für die Firma EUROP Sportboden GmbH, Westerkappeln, zum Angebotspreis von 49.895 Euro.

Für Prallwand, Tore und Türe wurde eine beschränkte Ausschreibung durchgeführt. Von den 15 angeschriebenen Firmen haben lediglich sechs ein Angebot abgegeben. Der Auftrag wurde an die Firma Walltec Prallschutzsysteme aus Nümbrecht für 30.904 Euro vergeben.

Für das Gewerk Dach, Spengler und Flachdach hat die Submission Ende Januar stattgefunden. Bürgermeisterin Agathe Heuser-Panten informierte, dass vor der Ausschreibung aufgefallen sei, dass der Architekt versäumt hatte, dass Dach vom Hort mit einzukalkulieren. Er habe irrtümlicherweise angenommen, die Räumlichkeiten seien renoviert und damit von der Ausschreibung ausgeschlossen. Glücklicherweise kam der Hinweis noch rechtzeitig, sodass das Dach vom Hort mit ausgeschrieben werden konnte. Eine freie Finanzspanne von 132.000 Euro bei der Regierung von Unterfranken erlauben die vom Architekten nicht eingeplanten Mehrkosten, so Heuser-Panten. Der Auftrag ging an die Firma Horn Bedachungen GmbH & Co. KG, Untermaßfeld, zum Angebotspreis von 140.672 Euro.

Mehrkosten ergeben sich dadurch auch beim Gewerbe Zimmerer und Holzarbeiten. Von den 34 angefragten Firmen haben lediglich acht ein Angebot abgegeben. Den Zuschlag erhielt die Firma Weiner Holzbau aus Bad Brückenau für 133.123 Euro.

Die Reparatur des Heufurter Feuerwehrautos war bereits vor Monaten vom Stadtrat beschlossen worden. Nun lag dem Gremium die Rechnung der Firma Hückl aus Bastheim über 11.458 Euro vor, die ohne Gegenstimme genehmigt wurde.

Bürgermeisterin Agathe Heuser-Panten stellte anschließend die Vereinssatzung der „Streutal-Allianz“ vor. Die elf Gemeindeoberhäupter haben sich für die Rechtsform eines eingetragenen Vereins entschieden und die Vereinsorgane gewählt. Bürgermeister Martin Link (Stockheim) wurde zum Vorsitzenden bestimmt. Seine Stellvertreter sind Thomas Fischer (Nordheim) und Raimund Voß (Willmars), Schatzmeister ist Matthias Liebst (Oberstreu). Die übrigen Bürgermeister fungieren als Beisitzer, Agathe Heuser-Panten und Ulrich Waldsachs (Ostheim) haben zudem das Amt des Rechnungsprüfers übernommen. VG-Geschäftsstellenleiter Conny Schmuck erklärte, dass die Stadt Fladungen einen jährlichen Mitgliedsbeitrag von zwei Euro pro Einwohner an die Streutal-Allianz entrichtet. Hierzu kommt eine einmalige Anschubfinanzierung von zwei Euro pro Einwohner. Diese ersten Einnahmen des Vereins sollen das Gehalt für einen Allianzmanager decken, so Schmuck. Bis die erste Zuschusszahlung vom Amt für Ländliche Entwicklung von 75 Prozent der Kosten für den Allianzmanager kommt. Mit einer Gegenstimme sprach sich der Stadtrat für die Gründung des Vereins aus und stimmte der Satzung zu.

Anschließend wurde der Errichtung eines Nebengebäude in Oberfladungen zugestimmt. Grünes Licht gab es auch für einen Anbau sowie den Umbau des Dachgeschosses eines Wohnhauses in Oberfladungen. Der Bauantrag auf Erweiterung eines Einfamilienhauses in Leubach war unvollständig. Die Stadträte entschieden sich jedoch mehrheitlich, das Vorhaben abzusegnen.

Nachdem die geplanten Tagesordnungspunkte des öffentlichen Teils der Sitzung zügig und routiniert abgearbeitet waren, meldete sich Stadtrat Thilo Mann zu Wort. Im Rahmen der Faschingssitzungen kamen einige gravierende Mängel in der Grenzlandhalle zutage. Zum einen sei die 40 Jahre alte Gebläseheizung zwischenzeitlich defekt gewesen, was allerdings wieder behoben werden konnte. Zum anderen gingen etliche Stühle aus dem Leim und das, obwohl schon mehrmals geleimt wurde. Zudem müsste der gesamte Boden der Halle sowie die Bühne abgeschliffen und anschließend neu versiegelt werden, so Mann. Bürgermeisterin Agathe Heuser-Panten will die Anliegen an den Bauhof weitergeben.

Fred Goldbach sprach ein Problem an, das bereits in der vorhergehenden Sitzung diskutiert aber bisher nicht behoben werden konnte: Die VG-Angestellten parken weiterhin auf dem Sparkassen-Parkplatz oder anderen Stellplätzen in der Stadt und nicht auf dem Parkplatz am Kapellenberg. Sowohl VG-Chef Conny Schmuck als auch Bürgermeisterin Agathe Heuser-Panten versprachen, die Mitarbeiter nochmals darauf hinzuweisen. Andreas Hoch schlug für die Regelung des Problems Kurzzeitparkplätze in der Stadt vor. Heuser-Panten empfahl Gelassenheit, man befinde sich mit den neuen Parkplätzen in der Eingewöhnungszeit. Die noch fehlenden Hinweisschilder für den Kapellenberg-Parkplatz würden dies übrigens unterstreichen.

Zu guter Letzt erkundigte sich Stefan Hippeli nach dem Stand der Mehrzweckhalle in Leubach. Heuser-Panten informierte, dass die Abnahme der Halle erfolgt sei und die erste Veranstaltung, der Leubacher Weiberfasching, dort am Freitag, 22. Februar, stattfinden werde.

Die Bauarbeiten an der Grundschule und Turnhalle sind in vollem Gange.