STOCKHEIM

Kein Mobilfunkmast in Stockheim

Gespannt warten der Bürgermeister mit einigen Gemeinderäten, Mitglieder der Bürgerinitiative und andere Bürger auf ...

Gespannt warteten am frühen Sonntagabend Bürgermeister Martin Link, einige Gemeinderäte, Mitglieder der Bürgerinitiative und andere Bürger auf das Ergebnis der Bürgerbefragung. Gegen 16.30 Uhr stand das Ergebnis fest, Wahlleiter Lorenz Sauer verkündete es.

Von den 887 Wahlberechtigten haben 574 gewählt, das sind 64,71 %. Per Briefwahl haben 88 Wähler ihre Stimme abgegeben. „Sind Sie dafür, dass auf dem Alten Rathaus (Hauptstr. 44) in Stockheim ein Mobilfunkmast errichtet wird?“ lautete die Frage, die 258 Wähler mit „ja“ und 316 mit „nein“ beantwortet hatten. Damit war ist das Thema Mobilfunkmast – zumindest fürs erste – „gestorben“.

Ein Sieg für die Demokratie

Bürgermeister Martin Link ergriff das Wort und bedankte sich bei allen Wahlhelfern und bei der gesamten Bevölkerung, das Wahlergebnis sei ein eindeutiger Auftrag an die Gemeinde. Er sei froh, dass die Gemeinde diesen Weg mitgegangen sei, das sei ein Sieg der Demokratie. Er freute sich besonders über die hohe Wahlbeteiligung und dass weite Teile der Bevölkerung ihren Willen kund getan haben.

Das weitere Vorgehen sei klar, erklärte er in einem sehr persönlichen Statement. Es sei alles im Vorfeld geprüft worden. Für den Netzbetreiber kam nur der Standort am Alten Rathaus in Frage. Damit sei das Projekt eindeutig abgelehnt.

Das Förderprogramm gehe zurück, eine andere Gemeinde auf der Warteliste könne sich nun freuen, dass sie in den Genuss der Förderung kommt. Link hatte eigenen Worte zufolge damit gerechnet, dass es knapp werden würde, freute sich aber noch mal ausdrücklich über die hohe Wahlbeteiligung, der Wählerwille sei so eindeutig erkennbar.

Auch Jürgen Geyer von der Bürgerinitiative bedankte sich bei allen, die an der Wahl teilgenommen haben. Die Bürgerinitiative habe versucht, sachlich zu informieren. Diese Information seien für viele Bürger dann wohl entscheidend gewesen für ihre Wahl. Er und seine Mitstreiter schienen zufrieden über den Ausgang der Wahl, hatten sie sich doch engagiert für ihr Anliegen eingesetzt. Triumph war aber nicht auszumachen.

Eifrig zählen Wahlhelfer unter Beobachtung von Wahlleiter Lorenz Sauer (stehend rechts) die abgegebenen Stimmen aus.