Unsleben

Bis zu 50 Zentimeter lange "Nasen"

Bis zu 50 Zentimeter lang können die "Nasen" werden.

Die Hegefischereigenossenschaft Streu und Nebengewässer setzt ihre Initiative zur Ausweitung der Artenvielfalt fort. Nachdem vor gut zwei Wochen bei Mellrichstadt Brut eine hier nicht mehr heimische Art ausgesetzt worden ist, wurden jetzt insgesamt 3500 Jungfische der "Nasen" in Freiheit gesetzt.

Gemeinsam mit der Fachberatung für Fischerei vom Bezirk Unterfranken, die das Gros der Kosten trug,   finanziert die Genossenschaft die Aktion. An sieben Stellen zwischen Heustreu und Ostheim werden die Nasen ausgesetzt, erklärte Genossenschaftsvorsitzender Siegfried Patermann. Inzwischen seien rund 15 Arten in den hiesigen Gewässern heimisch.  

"Nasen" ernähren sich in erster Linie von Algen, zählen aber nicht zu den Speisefischen und sind daher für Angler wenig interessant - dafür umso mehr für Raubfische. Durch eine hohe Vermehrungsrate sieht Patermann eine gute Chance, dass sich die bis zu 50 Zentimeter lange "Nase" dauerhaft in der Streu und vielleicht auch den Nebengewässern aufhält. Dazu müsste allerdings die Durchlässigkeit gewahrt sein. In zwei bis drei Jahren werde man wissen, ob die Aktion Früchte getragen hat.  

          

Insgesamt setzten Udo Förster (von links), Schriftführer Fischereigenossenschaft, Stefan Hummel (Fachberatung für ...
Die "Nasen" wurden vorsichtig ins Wasser gelassen.