Brendlorenzen

"CSU24": Bad Neustädter CSU nominiert Stadtratskandidaten

Das Gruppenfoto fast aller Bad Neustädter CSU-Stadtratskandidaten für die anstehenden Kommunalwahlen 2020.

Aufgrund der notwendigen Formalitäten etwas langatmig, aber harmonisch verlief die zweite Stadtversammlung der CSU-Ortsverbände Bad Neustadt, Brendlorenzen und Löhrieth in diesem Jahr im Feuerwehrhaus von Brendlorenzen. Nachdem die Partei vor rund zwei Monaten Christiane Hanshans als Bürgermeisterkandidatin nominierte, stand im Rahmen der jüngsten Versammlung für die anwesenden Parteimitglieder diesmal die Abstimmung über die Stadtratsliste auf der Tagesordnung.

Im Feuerwehrhaus von Brendlorenzen fand am Mittwochabend die Stadtversammlung der Bad Neustädter CSU statt.

Als einer der beiden Vorsitzenden des CSU-Ortsverbandes Bad Neustadt sprach Dr. Jörg Geier auf der Versammlung zunächst einleitende Worte. Christiane Hanshans und Fraktionsvorsitzender Bastian Steinbach hätten sich demnach sehr große Mühe gegeben, eine Liste mit 24 Kandidaten plus Nachrücker auf die Beine zu stellen, die im Stande sei, "die Stadt in Zukunft angemessen zu navigieren". Obwohl es seiner Ansicht nach nicht an Themen mangele, sei es eine gar nicht so einfache Aufgabe, heutzutage Leute zu finden, die sich politisch einbringen und die Lust hätten, die Stadt mitgestalten zu wollen. "Ich beneide die 24 Kandidaten ehrlich gesagt nicht um ihre Aufgaben, bin aber stolz, dass alle bereit waren, auf diese Liste zu gehen", schloss Geier seine Ausführungen.

Zahlreiche Gespräche mit ganz unterschiedlichen Menschen

Versammlungsleiter Helmut Ressel übergab danach das Wort an Christiane Hanshans, die über die Konzeption der Stadtratsliste aufklärte. Gemeinsam mit Bastian Steinbach lägen acht sehr arbeitsreiche Wochen hinter ihr, in der zahlreiche Gespräche mit ganz unterschiedlichen Menschen geführt worden seien. "Nicht alle waren erfolgreich", gab sie zu, "aber alle waren fruchtbar und haben uns einen Schritt vorangebracht." Was die Bürgermeisterkandidatin am Mittwoch auch offen zugab, war eine Punktlandung beim Erstellen der Stadtratsliste "CSU24", wie sie die Partei selbst nennt. "Wir haben diese heute Morgen komplettieren können", erklärte sie.

Keine Probleme hätte es gegeben, eine Ausgewogenheit bei den Geschlechtern herzustellen und auch Frauen anzusprechen. So finden sich jeweils zwölf Männer und Frauen aus den unterschiedlichsten Berufen auf der CSU-Liste. Auch sei es laut Hanshans gelungen, einen Querschnitt durch alle Altersgruppen zu realisieren. Gleichzeitig forderte sie in diesem Zusammenhang, dass die CSU attraktiver für junge Leute werden müsse. Man hätte demnach große Probleme in der Ansprache der 18- bis 29-Jährigen. "Wir müssen anfangen, diese jungen Leute mitzunehmen und sie auch zu begeistern", appellierte sie in der Stadtversammlung. Nach Stadttteilen betrachtet kommen die meisten Stadratsbewerber (6) aus Brendlorenzen, gefolgt von Herschfeld und der Innenstadt (jeweils 5). Einzig ein Bewohner von Dürrnhof fehlt auf der Liste.

"Junge Kandidaten" und "Stadtratblock"

Neben einer Gruppe von "jungen Kandidaten" sei es laut Christiane Hanshans gelungen, auch wieder einen "Stadtratblock" auf der Liste zu haben, "in der fast alle aus der bestehenden Stadtratsfraktion wieder gewonnen werden konnten". Auffällig in diesem Zusammenhang ist das Fehlen von Petra Bieber. "Sie sieht sich woanders", erklärte Hanshans auf Nachfrage nach einem gemeinsamen Gespräch mit ihr und Bastian Steinbach. Auch den ehemaligen Vorsitzenden des CSU-Ortsverbandes, Johannes Benkert, hätte die Partei gerne im Team von "CSU24" gesehen. Mit ihm wäre nach Auskunft von Hanshans und Steinbach jedoch trotz mehrfacher Anfrage kein gemeinsames Treffen zustande gekommen. Sowohl Bieber als auch Benkert waren bei der Stadtversammlung nicht anwesend.

Auch Landrat Thomas Habermann, der in diesem Fall als Mitglied des Bad Neustädter CSU-Ortsverbandes im Feuerwehrhaus Platz nahm, sprach noch einige Worte und lobte die Zusammenstellung der Liste. "Die Liste war noch nie so gut wie heute", sprach er von einem sehr guten Angebot für die Bürger. Man müsse sich im anstehenden Wahlkampf nicht verstecken, wenn man authentisch bleibe und auch die nötige Lockerheit und Gelassenheit an den Tag lege.

Problemlose Wahlen

Bis auf eine Ausnahme wurde die vorgeschlagene Stadtratsliste danach von den 47 anwesenden Wahlberechtigten in einer Sammelabstimmung angenommen. Die Wahl für die beiden Ersatzkandidaten erfolgte einstimmig. 

CSU-Stadtratskandidaten
1. Christiane Hanshans (52 Jahre), 2. Bastian Steinbach (38), 3. Lisa Woytinnek (33), 4. Marcel Reyer (33), 5. Theresia Griebel (44), 6. Alexander Barthelmes (41), 7. Carolin Klein (35), 8. Johannes Graf (31), 9. Noreen Schwarzmeier (49), 10. Josef Rieken (65), 11. Anne Zeisner (59), 12. Stefan Türk (38), 13. Gabi Gröschel (68), 14. Norbert Klein (60), 15. Viola Krug (59), 16. Kai Lüsebrink (51), 17. Alexandra Gensler (44), 18. Enrico Wolf (51), 19. Jochen Gerhäuser (39), 20. Julia Hudek (42), 21. Matthias Dücker (41), 22. Christel Lux (71), 23. Gudrun Laudensack (58), 24. Roland Krisam (55). Ersatzkandidaten: Gerd-Ludwig Borst (67) und Eva-Maria Braun (63).