Herschfeld

Caritas: Sparmaßnahmen des Bistums hinterlassen finanzielle Lücken

Domkapitular Clemens Bieber stellte klar, dass es gerade die Caritas ist, die, ohne nach dem Gewinn zu fragen, ...

Die Sparmaßnahmen des Bistums haben auch im Kreiscaritasverband Rhön-Grabfeld finanzielle Lücken hinterlassen. Sowohl Geschäftsführerin Angelika Ochs als auch der Vorsitzende Reiner Türk sprachen bei der großen Vertreterversammlung in der Kirche von Herschfeld von notwendigen Sparmaßnahmen im Haushalt 2022.

Reiner Türk dankte dabei dem Diözesanvorsitzenden der Caritas, Domkapitular Clemens Bieber, für die unbürokratische Hilfe in Bezug auf die Erhaltung des Kleidermarktes. Dieser sagte allen Dank, die bei der Caritas Verantwortung tragen und mithelfen, die Caritas erfahrbar zu machen. Lob gab es für die Sozialstationen St. Kilian und St. Peter, die durch die positive Aufwärtsentwicklung zeigen, dass die Menschen auf dem Land noch Vertrauen in die Caritas haben.

Ein ungewöhnlicher Ort für eine Jahresversammlung: Die Kirche von Herschfeld.

Das unterstrich auch der Vorsitzende des Kreiscaritasverbandes, Reiner Türk, der darauf verwies, dass die Caritas in Rhön-Grabfeld für alle hilfsbedürftigen Menschen da ist. Er sprach von einem aufregenden Jahr und dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz. Er bedankte sich bei den Spendern, die mithelfen, die Leistungen der Caritas für die hilfesuchenden Menschen aufrecht zu erhalten. Stellvertretende Vorsitzende Angelika Zotter gab einen Einblick in die Veränderung bei den aktuell 38 Caritas-Paten. Ein Problem gibt es im Raum Bad Königshofen, hier werden Paten gesucht.

Personalkosten wurden gesenkt

Kreiscaritasgeschäftsführerin Angelika Ochs sagte zu den Sparmaßnahmen des Bistums, dass man im Kreisverband mit den Beratungsdiensten, die von den Sparmaßnahmen betroffen sind, reagiert und verschiedene Sachkosten gestrichen sowie wie Personalkosten gesenkt habe. Zum Geschäftsjahr 2020 verwies Angelika Ochs unter anderem auf die stark gestiegenen Kosten für Schutzmaterial, bedingt durch Corona. Mit einem Jahresplus von 395 000 Euro habe man 2020 ein historisch gutes Ergebnis erzielt. Das allerdings sei den Sozialstationen St. Kilian in Mellrichstadt und St. Peter in Bad Königshofen zuzuschreiben.

Einhellig entschied die Versammlung, den Förderbeitrag der einzelnen Kirchengemeinde pro katholisches Mitglied bei einem Euro zu belassen. Nach wie vor übernimmt die Caritas dafür eine flächendeckende Versorgung. Zum Haushalt 2022 stellte Angelika Ochs fest, dass sich beide Sozialstationen sowie die beiden Tagespflegen selbst tragen. Klar sei aber schon jetzt, dass der Haushaltsplan 2022 mit einem, allerdings überschaubarem, Minus abschließt.

Katholische Kita ist geplant

Die Neuwahlen der Vorstandschaft brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender bleibt Reiner Türk, seine Stellvertreterin ist Angelika Zotter, Seelsorger ist Diakon Thomas Volkmuth. Mitglieder des Caritasverbandes sind neben den gesetzten und berufenen Vertretern Alois Heinisch, Helga Müller, Heribert Haßmüller, Walter Zeilbehr, Elisabeth Hauck, Alois Gensler und Dekan Andreas Krefft. Verbandsrevisoren sind Rita Rösch und Birgit Jahn. Im Vorstand der Caritasstiftung sind neben Reiner Türk und Stiftungsverwalterin Angelika Ochs, Angelika Zotter, Alois Gensler und Michael Reif.

Als Vertreter für die Vertreterversammlung wurden Alfons Holzheimer und Angelika Zotter gewählt, Johanna Dietz vom Vorstand berufen. Informationen gab Angelika Ochs zur geplanten Gründung einer katholischen Kita gGmbH. Sie bietet Dienstleistungen, wie Geschäftsbesorgung, für katholische Kindergärten an. Die Versammlung stimmte nach eingehender Diskussion dafür, die katholische Kita gGmbH vorbehaltlich der Zustimmung des Ortsordinarius zu begründen. Domkapitular Clemens Bieber lobte Angelika Ochs. Sie sei der treibende Motor, der dies als erste in der Diözese Würzburg umsetzt.