Bad Neustadt

In Bad Neustadt ist noch genügend Sanierungsbedarf vorhanden

Es gibt noch viel zu tun in Sachen städtischer Sanierungsgebiete, wie beispielsweise rund um den Bad Neustädter Bahnhof.

Vier Sanierungsgebiete zählt die Stadt seit der ersten Ausweisung eines solchen im Jahre 1979. Fertig sind die Sanierungsarbeiten in keinem der vier Gebiete. Deshalb hat die Stadt jetzt in einem formellen Akt die Verlängerung um zehn Jahre bis Ende 2031 beschlossen. Zu tun gibt es bis dahin noch einiges.

Die westliche wie die östliche Altstadt, das Gebiet Meininger Straße, Rederstraße, Siemensstraße sowie der Altort Mühlbach und Bad Neuhaus. Diese Bereiche zählt die Stadt zu ihren "Sanierungsgebieten". Das erste war seinerzeit die "Westliche Altstadt", die bereits am 21. März 1979 zu einem Sanierungsgebiet erklärt wurde. Hinzu kamen die östliche Altstadt im Jahre 2000, die Meininger Straße bis zum Bahnhof 2006 und Mühlbach und Bad Neuhaus 2018. Notwendige Arbeiten können in diesen Bereichen auch in den kommenden zehn Jahren weiter vorangetrieben werden, gegebenenfalls erhält die Stadt Zuschüsse aus der Städtebauförderung unter anderem für die Sanierung der Alten Amtskellerei sowie die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes.

Streitfall Regenwasser

Wohin mit dem Oberflächenwasser des geplanten Baugebiets "Burgblick" der Nachbargemeinde Hohenroth? Zuletzt hatte sich der Stadtrat im Februar mit diesem Sachverhalt auseinandergesetzt und um eine genauere Beantwortung einer Frage gebeten: Muss das abfließende Wasser aus Niederschlägen über den Saurüsselgraben am Stadtrand vorbei in die Fränkische Saale geleitet werden? Nach Auskunft der Gemeinde Hohenroth gibt es hierzu keine Alternative für das geplante Wohngebiet an der Gemarkungsgrenze der Stadt, das auf einer Fläche von 9,5 Hektar 52 Bauplätze umfassen wird. Das Stadtbauamt lehnte in einer Stellungnahme, die im Stadtrat vorgetragen wurde, erneut die Entwässerung über städtisches Gebiet ab und forderte nochmals genauere Planunterlagen.

Die können aber nach Meinung von Stadtrat Alexander Barthelmes noch gar nicht vorliegen und sind auch nicht Bestandteil des Bebauungsplans, um den es derzeit geht. Erst in der nachfolgenden Bauleitplanung könnten, nach Auskunft von Barthelmes, genauere Zahlen eingearbeitet werden. Nach längerer Diskussion lehnte der Stadtrat mehrheitlich (15 zu 8 Stimmen) als Träger öffentlicher Belange den Bebauungsplan der Nachbargemeinde ab. Bürgermeister Michael Werner will nun in einem erneuten Gespräch den Sachverhalt mit Vertretern der Gemeinde Hohenroth erörtern und eine Lösung erarbeiten, damit die Planungen rund um das dringend benötigte Baugebiet weitergehen können.

Corona-Teststrecke bleibt in der Stadthalle

Die Corona-Teststrecke der Firma Laboklin GmbH & Co. KG aus Bad Kissingen bleibt aufgrund der derzeitigen enormen Nachfrage auch weiterhin in der Stadthalle. Bis Ende März 2022 hat der Stadtrat den Vertrag mit dem Unternehmen verlängert. Die Firma Laboklin zahlt ein tägliches Nutzungsgeld von 100 Euro an Werktagen sowie 200 Euro an den Wochenenden. Die Stadt gewährt dem Unternehmen allerdings einen Zuschuss auf das Netto-Nutzungsentgelt von 50 Prozent. Stadträtin Anne Zeisner mahnte die Stadt dringend an, weitere Teststrecken zu ermöglichen, um den immensen Testbedarf in der vierten Welle der Corona-Pandemie decken zu können.