Willmars

Willmars: Eine Million für neue Kindertagesstätte

Die Gemeinde Willmars beabsichtigt das Schulhaus, das übergangsweise noch von der Herbert-Meder-Schule als ...

Recht überschaubar war die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung des Willmarser Gemeinderates. Unter anderem ging es dabei um den geplanten Umbau des Grundschulgebäudes in eine Kindertagesstätte.

Umbau weiter vorantreiben

Der Gemeinderat hatte im Juli vergangenen Jahres die Grundsatzentscheidung getroffen, den Umbau weiter voranzutreiben. Nach einem Auswahlverfahren wurde im Februar der Auftrag für die Planung an das Büro Planidee Franken vergeben. Das Schulhaus, das derzeit noch übergangsweise an die Herbert-Meder-Schule vermietet ist, soll künftig den Regelkindergarten und dazu noch eine Krippe beherbergen. Nach aktuellem Planungsstand, der auf einer Bedarfsumfrage aus dem vergangenen Jahr basiert, sind 28 Betreuungsplätze im Kindergarten und zwölf in der Krippe vorgesehen.

Wie Bürgermeister Reimund Voß berichtete, hat man sich, was die bauliche Planung angeht, auf einen Entwurf zur Weiterverfolgung festgelegt, der einen erweiterten Anbau mit Essensbereich im Erdgeschoss sowie den Abriss des Verbindungsganges vorsieht. Die reinen Baukosten sind mit etwa einer Million Euro angesetzt, wobei die Gemeinde auf eine großzügige staatliche Förderung, vergleichbare Projekte werden über den kommunalen Finanzausgleich aktuell bis zu 90 Prozent bezuschusst, hoffen kann.

Vom Träger des bestehenden Willmarser Kindergartens, dem örtlichen Diakonieverein, liegt eine schriftliche Absichtserklärung vor, mit der er sein Einverständnis zur Umsetzung des Vorhabens und zur Zahlung eines Mietzinses erklärt. Auf dieser Grundlage beschloss der Gemeinderat, das über die Verwaltung schnellstmöglich ein Förderantrag für die geplante Maßnahme gestellt werden soll.

Keller stürzt durch Auswaschungen ein

Durch marode Grundleitungen der Kirchendachentwässerung der Kirche in Willmars wurden im westlichen Bereich des Gotteshauses hangabwärts Auswaschungen verursacht, die letztlich zum Einsturz eines privaten Kellers führten. Die hintere Mauer und Teile des Deckengewölbes stürzten ein und ein Stück des Kirchenfundaments wurde dabei freigelegt. Zur Wiederherstellung der Standsicherheit der Kirche und des Kellers sind bauliche Maßnahmen zwingend erforderlich, wie Bürgermeister Voß informiere.

Nach dem von der Kirchengemeinde mit einem Planungsbüro unter Beteiligung von staatlichen und kirchlichen Stellen entwickelten Sanierungskonzept werden die Kosten auf 20 000 Euro geschätzt. Die Unterfränkische Kulturstiftung und der Landkreis Rhön-Grabfeld beteiligen sich demnach mit jeweils 2700 Euro, die Kellereigentümer mit 3100 Euro und von der Evang.-Luth- Kulturstiftung wurden 8400 Euro als Bedarfszuweisung erbeten. Die Gemeindevertreter gaben dem Antrag der Kirchengemeinde statt, wonach die politische Gemeinde 3100 Euro beisteuert.

Eine reine Formsache war die Bestätigung der Wahl des 1. Kommandanten der Willmarser Feuerwehr durch den Gemeinderat. Bei der Dienstversammlung der Floriansjünger im April war Joachim Krech wiedergewählt worden.

Ratsmitglied Dagmar Herda machte auf das Ferienprogramm aufmerksam. In Kürze werde ein Infoblatt an alle Haushalte in der Gemeinde herausgehen, so Herda, die sich freute, dass man wieder ein umfangreiches Angebot auf die Beine stellen konnte und in diesem Zusammenhang allen beteiligten Vereinen und Bürgern schon einmal Danke sagte.

Kernwege grenzübergreifend ausbauen

Helga Seidel-Barthelmes fragte nach dem Stand des Kernwegeprojektes der Streutalallianz. Reimund Voß kam kurz auf die diesbezüglich geführten Gespräche der Gemeindevertretungen zu sprechen. Was die Gemeinde Willmars betrifft, werden ein Ausbau der Straßen von Völkershausen nach Hermannsfeld und von Filke nach Helmershausen als sinnvoll erachtet, so Voß. Das sahen auch seine Gemeinderatskollegen so. Von Seiten der thüringischen Gemeinden sei schon vor Jahren eine Verbesserung geschaffen worden, nun wäre es an der Zeit auch von bayerischer Seite bis zur Landesgrenze tätig zu werden. Schließlich sei ja auch der Ausbau des Kernwegenetzes grenzübergreifend angedacht.

Abschließend teilte Bürgermeister Voß noch mit, dass die Anliegerversammlung zum Thema Wasserverssorgung Völkershausen am Donnerstag, den 18. Juli 2019 stattfinden soll.