Oberstreu

In Oberstreu gibt's was zu erleben

Pastoralreferent Ulrich Emge weihte mit Unterstützung von Bürgermeister Matthias Liebst (rechts) den Erlebnisraum am ...

Die Temperaturen waren zwar etwas unwirtlich am frühen Montagabend, doch das tolle  neue Angebot machte das herbstliche Wetter mehr als wett. Zur Übergabe und Segnung des sogenannten Erlebnisraums am alten Fischteich in Oberstreu konnte Bürgermeister Matthias Liebst viele Bürger aus Ober- und Mittelstreu begrüßen.

Die Idee, einen Wasserspielplatz anzulegen, entsprang den Gesprächen rund um die Dorferneuerung. Der Uferbereich der Bahra sollte neu gestaltet und das Wasser besser erlebbar gemacht werden, blickte der Gemeindechef auf die Entstehungsgeschichte zurück. Die Maßnahme wurde in den Dorferneuerungsplan aufgenommen und 2015 an die Gemeinde übergeben. Allerdings gab es Probleme bei der Umgestaltung, insbesondere mit dem Kanalzulauf der Anwesen im näheren Umfeld. Der Einlauf der Streu wurde schließlich hinter die Anlage verlegt.

Spielgeräte und Grillplatz fürs Freizeiterlebnis

Der Bachlauf ist grundlos und enthält keine tragende Kiesbank im Untergrund, auf der man laufen oder spielen kann, speziell im Bereich, wo der Zugang zum Wasser ist, so Liebst. Der Biber hat das Wasser abgegraben, mittlerweile ist die Bahra im zweiten Jahr trocken gefallen. Deshalb hat sich die Gemeinde entschlossen, das Umfeld mit Spielgeräten und attraktiven Ruhemöglichkeiten aufzuwerten und einen Feuer- und Grillplatz anzulegen. Die behauenen Steine um den Feuerplatz stammen noch von der alten Gänsrasenbrücke in Mittelstreu.

Über dem offenen Feuer wurde bei der Einweihung Stockbrot geröstet.

85 000 Euro wurden bisher für die Maßnahme aufgewendet, das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) hat dazu rund 28 000 Euro beigesteuert. Matthias Liebst dankte allen, die mit der Planung und dem Bau betraut waren: dem Planungsbüro Miriam Glanz, der Firma Karlein, dem ALE, den Fachbehörden des Landratsamtes (Natur- und Artenschutz), dem Wasserwirtschaftsamt, der Dorferneuerung und natürlich dem Gemeinderat. Dank galt auch Lohnunternehmer Holger Krause und den Gemeindearbeitern für die Aufstellung der Spielgeräte und die Anlage des Grillplatzes, sowie Marcus Herbert, der den Schwenkgrill gezeichnet und Klaus Grimm, der ihn gebaut hat. Er ist bisher einmalig und soll von allen gemeinsam genutzt werden.

Neuer Treffpunkt im Dorf

Marcus Herbert als Beauftragter der Dorferneuerung erläuterte das Ziel der Dorferneuerung, nämlich die Gemeinschaft zu fördern und Leben in den Dörfern zu halten und auszubauen. Die Planung des Erlebnisraums habe viel Zeit und Energie gebraucht. Doch das Ergebnis könne sich sehen lassen. Hier soll ein Treffpunkt für Jung und Alt entstehen. Die Boccia-Truppe teilt sich schon den Sand mit den jungen Familien, fügte er an. "Gemeinschaft ist da, wo man zusammen schafft. Nur wer mitmacht, kann etwas bewegen", machte Herbert deutlich.

Pastoralreferent Ulrich Emge leitete anschließend die Segnungszeremonie unter Mitwirkung der Musikkapelle ein. "Gott ist überall lebendig und wirksam, wo sich unser Leben abspielt, wo wir entspannen, ausgelassen sind und wo wir jetzt dieses schöne Fest hier feiern", so Emge. Unter Gottes Segen sollen hier Kinder und Erwachsene unbeschwert miteinander spielen und die Zeit vergessen, kreativ werden und sich freudig begegnen. Eigentlich wäre es gut, wenn so ein Fest wie heute hier Tradition würde, sagte der Pastoralreferent, was die Besucher mit Applaus quittierten. Nach einem Segensgebet schritt Ulrich Emge, von Bürgermeister Liebst begleitet, über den Platz und weihte ihn mit Weihwasser ein. Bürgermeister Liebst bedankte sich bei allen Mitwirkenden und Helfern für die Vorbereitungen zum Festakt und lud die Bürger ein, noch ein bisschen gesellig beieinander zu sitzen.