Ostheim

Beim Ostheimer Adventsmarkt alle Sinne geweckt

Fledermaus und Hund waren einfach zum Knuddeln. Und die Kinder konnten beim Adventsmarkt in Ostheim sogar selbst ...

Da wurden alle Sinne geweckt: Ganz im Zeichen des neuen Mottos "Genussvoller Adventsmarkt" stand das vom noch jungen Kommunalunternehmen "Tourismus und Stadtmarketing" der Stadt Ostheim organisierte vorweihnachtliche Treiben in der Kirchenburg und im Schlösschen. Das Event lockte zahlreiche Besucher aus nah und fern in das Rhönstädtchen. Und das neue Konzept kam offensichtlich gut an, viele Aussteller und Marktgäste zeigten sich begeistert.

Ostheim ist einer von 100 "Genussorten" in Bayern. Ein Prädikat, das man sich beim diesjährigen Adventsmarkt auf die Fahnen geschrieben hat. So stand die Kulinarik neben stimmungsvollen Weihnachtsklängen und dem ausgewählten Angebot an hochwertigem Kunsthandwerk im Mittelpunkt der Veranstaltung, die damit im wahrsten Sinne des Wortes einen Genuss für alle Sinne bot. Dazu gab es bei freiem Eintritt ein reichhaltiges Rahmenprogramm für Jung und Alt – da kam jeder auf seine Kosten.

Heuer präsentierte sich der Markt nicht nur noch größer, sondern auch schöner. Schlösschen mit Markthalle, der Kirchberg und die historische Kirchenburg mit ihren Gaden bildeten dabei ein großes Ensemble. Dadurch, dass das Gelände großzügig angelegt war, herrschte trotz der zahlreichen Besucher kein unangenehmes Gedränge. So kam das Angebot deutlich besser zur Geltung und man konnte entspannter bummeln und die ausgesprochene Vielzahl an einladend gestalteten, hübsch herausgeputzten Ständen genau in Augenschein nehmen.

Abwechslungsreich, vielseitig und stilvoll

Was die Auswahl der Händler und das Angebot angeht, hatten die Marktverantwortlichen, die Vorsitzende des Kommunalunternehmens Susanne Orf und ihre Mitarbeiterinnen der Tourist-Info, große Sorgfalt walten lassen und gutes Gespür bewiesen. Abwechslungsreich, vielseitig, stilvoll und qualitativ war das Sortiment, das natürlich seinen besonderen Fokus auf Advent und Weihnachten hatte. Wirklich von Hand gefertigt, Selbstgemachtes und Ausgefallenes, also noch "echtes" Kunsthandwerk, feine Handarbeiten und Floristik wurden präsentiert. Abgerundet wurde das Angebot mit Erzeugnissen aus der Natur, so gab es mitunter Wein, Edelbrände, Liköre und Honig. Sogar eine Whiskey-Lounge lockte.  Und gemäß dem Leitmotiv "genussvoll" wurden die Besucher dank dem emsigen Zutun von Gastronomie und Vereinen mit jeder Menge Gaumenfreuden für den kleinen und den großen Hunger verwöhnt. Man hatte sich mächtig ins Zeug gelegt, um in jedem Winkel des Marktes etwas Attraktives zu bieten. Über den ganzen Markt verteilt gab es mehr als 50 Verpflegungsstände und Aussteller.

Das Christkind (Noemi Beyer) eröffnete feierlich den Adventsmarkt in Ostheim.

Schon bei der offiziellen Markteröffnung am Samstag herrschte gute Stimmung, als das Ostheimer Christkind (Noemi Beyer) mit seiner Engelsschar, begleitet von adventlichen Klängen des Blechbläser-Ensembles der Stadtkapelle die Hauptbühne im Schlösschen betrat. Bürgermeister Ulrich Waldsachs strahlte mit dem Christkind und seinen Engeln um die Wette. Er war sichtlich stolz, dass man im Rhönstädtchen so einen ansprechenden Markt auf die Beine gestellt hat. Er lobte das neue Konzept und dankte, allen voran den Hauptverantwortlichen Susanne Orf und ihrem Team von der Tourist-Info, den beteiligten Ausstellern, sowie den örtlichen Vereinen, wie dem Verein für Stadtmarketing und den Kirchenburgfreunden (sie hatten auch wieder ihre Weihnachtskrippenausstellung geöffnet), für die Unterstützung des Marktwochenendes.

An andere denken und ihnen Gutes tun

In der Adventszeit und an Weihnachten an andere denken und ihnen Gutes tun – dazu rief Susanne Orf auf, als sie auf das Benefizkonzert, das am Sonntagvormittag in der Kirche St. Michael stattfand, hinwies. "Es gibt Menschen weit weg in Not, aber auch direkt bei uns vor der Haustür", sagte sie und der Appell kam auch an. Das Konzert stieß auf große Besucherresonanz.

"Genussvoller Adventsmarkt" – Das vorweihnachtliche Markttreiben in Ostheim machte seinem Motto alle Ehre.

Beachtlich war das Rahmenprogramm mit Musik-, Theater- und Tanzaufführungen, einem Adventsrätsel und Mitmachangeboten. So hatte beispielsweise Susanne Zuber-Maisch in ihren "Adventskeller" eingeladen und gab Lebkuchen-Geschichten zum Besten, wobei die Zuhörer auch mehr über das traditionelle Ostheimer Gebäck der Bäckerei Schenk "Reutter" (Reiter) und "Docken" (Puppen) erfuhren. Beteiligt am umfangreichen Begleitgeschehen des Marktes waren unter anderem auch die Grundschule Ostheim und der Hort, die Udo Lindenberg Mittelschule, das Kinderballett Lella W. aus Mellrichstadt, die "Glühwürmchen" des Sängervereins Mellrichstadt, Ensembles der Stadtkapelle Ostheim, der Gospelchor "Rainbow" aus Sondheim und Udo Trabert mit seiner Drehorgel. Live Acts standen auf dem Programm am Samstagnachmittag mit der Gruppe "Popsicle" und später mit der Band "Rhöner Freiheit", die bis in die späten Abendstunden im Schlösschen unterhielt.

Bei einigen Ausstellern konnte man zusehen, wie filigrane Arbeiten von Hand entstehen.

An die jungen Besucher hatte man besonders gedacht. Für sie gab es allerhand Aktivitäten. Zum Beispiel bot die Firma "plüti" aus Sonneberg eine große Auswahl an Kuscheltieren an, die die Kinder dann unter Anleitung selbst ausstopfen und fertigstellen konnten. Das war nicht nur ein Spaß für die Kleinen, sondern für die ganze Familie.

Der Nikolaus und Knecht Ruprecht (Lysander und Tristan Amthor) gaben kleine Geschenke an die Kinder heraus.