HANDBALL BAYERNLIGA

Das Phantomtor erscheint im Internet

Der Einspruch des TSV Friedberg gegen die Wertung der 22:25-Niederlage gegen den HSC Bad Neustadt war neben dem 24:19-Erfolg der Hannawald-Sieben gegen die SG DJK Rimpar II das Gesprächsthema am Samstag in der Bürgermeister-Goebels-Halle. Schließlich droht dem Tabellenführer der Handball-Bayernliga bei einem entsprechendem Urteil erneut die Fahrt vor die Tore Augsburgs und die Wiederholung des Spiels.

Video steht auf Youtube

Seit dem Wochenende ist auf der Internet-Videoplattform Youtube die Szene zu sehen, um die sich der Friedberger Einspruch dreht. Mitte der ersten Halbzeit wurde dem HSC Bad Neustadt bei der Partie vom 2. Februar von den Schiedsrichtern ein Tor zugesprochen, das nie gefallen war. Im Spielprotokoll wurde es als verwandelter Strafwurf von Linus Dürr notiert. Zuvor hatte das Kampfgericht den Friedbergern einen Treffer zu viel gutgeschrieben, der aber auf Geheiß der Schiedsrichter wieder zurückgenommen. Statt mit dem korrekten Spielstand von 9:7 wurde die Begegnung mit 9:8 fortgeführt. Erst in den letzten dreieinhalb Minuten der Partie war es Bad Neustadt gelungen, sich abzusetzen.

 

Der Sachverhalt als solcher wird von HSC-Trainer Chrischa Hannawald und Spielbetriebsgesellschaftsgeschäftsführer Dieter Schulz nicht bestritten, beide hatten den Mitschnitt in der vergangenen Woche bereits auf einer geschützten Videoplattform gesehen, auf die die Klubs der Bayernliga die Videos ihrer Heimspiele hochladen sollen. Die Friedberger werden das Sportgericht nun davon überzeugen müssen, dass der Fehler der Schiedsrichter spielentscheidend war.

Spielwiederholung in Dritter Liga

Mit dieser Argumentation kam zuletzt der Frauen-Drittligist Germania Fritzlar durch. Sein Einspruch gegen die Wertung der 26:27-Niederlage bei Bayer Leverkusen II hatte Erfolg, die Begegnung muss wiederholt werden. In der ersten Halbzeit der Begegnung war ein Leverkusener Tor doppelt gewertet worden. (dr)