KEGELN 2. BUNDESLIGA N / M MÄNNER

Bittere Niederlage im Spitzenspiel

Kegeln

2. Bundesliga N/M Männer, 120 Wurf

 

FSV Erlangen Bruck – Nibelungen Lorsch II 6:2  
RW Hirschau – TSV Großbardorf 6:2  
TSG Kaiserslautern – SKC Weiden 8:0  
Victoria Bamberg II – Gut Holz Zeil 6:2  
ESV Schweinfurt – KSC Hainstadt 4:4  

 

 

1. (2.) RW Hirschau 15 84 26 : 4  
2. (1.) TSV Großbardorf 15 78.5 25 : 5  
3. (3.) TSG Kaiserslautern 15 77 19 : 11  
4. (6.) FSV Erlangen Bruck 15 58.5 16 : 14  
5. (4.) Gut Holz Zeil 15 67 15 : 15  
6. (5.) SKC Weiden 15 55 14 : 16  
7. (7.) Victoria Bamberg II 15 56 12 : 18  
8. (8.) KSC Hainstadt 15 49 11 : 19  
9. (9.) ESV Schweinfurt 15 44 8 : 22  
10. (10.) Nibelungen Lorsch II 15 31 4 : 26  

 

Rot-Weiß Hirschau – TSV Großbardorf 6:2 (3600:3535/14:10). Mit viel Optimismus waren die Kegler des TSV Großbardorf als Spitzenreiter der 2. Bundesliga Nord/Mitte zum Schlagerspiel in die Oberpfalz zum Verfolger RW Hirschau gefahren, umso größer die Enttäuschung, die die klare 2:6-Niederlage bei den Spielern und Trainer Axel Tüchert hervorrief. Obwohl die Großbardorfer die Tabellenführung abgeben mussten und nun einen Punkt Rückstand auf die Rot-Weißen haben, hat der TSV-Coach die Hoffnung auf die Meisterschaft noch nicht aufgegeben. „Wenn wir unsere drei letzten Spiele gewinnen, ist noch alles drin. Denn Hirschau muss noch zweimal in der Fremde antreten und Hainstadt muss am nächsten Spieltag gegen Hirschau unbedingt im Abstiegskampf punkten.“

Heimvorteil genutzt

Für ihn waren zwei Gründe ausschlaggebend für das klare 2:6. „Die Hausherren haben ihren Heimvorteil genutzt. Mit ihren dynamischen Kugeln sind die Kegel auf ihren Bahnen besser gefallen. Sind bei uns sieben umgefallen, waren es bei ihnen acht. Außerdem haben wir in der ersten Runde keine zwei Punkte geholt. Pascal Schneider hatte im zweiten Durchgang einen Hänger mit zwei Fehlern und deshalb nur einen halben Punkt in diesem gemacht. Deshalb führte er nur 1,5:0,5 statt 2:0.“ Tüchert, der sogar auf ein 3:0 nach den ersten drei Keglern gehofft hatte („Deshalb habe ich so aufgestellt“), musste sogar einen 1:2-Rückstand hinnehmen, denn Marco Schmitt brachte bei weitem nicht seine erhoffte Leistung und unterlag gegen Thomas Immer („Für mich der schwächste Hirschauer“, so Tüchert) mit 0:4 Satzpunkten (SP) und 556:593 Kegel. Da auch Schneider sein direktes Duell gegen Daniel Rösch letztlich mit 1,5:2,5 SP und 602:624 Holz verlor und sich nur Christian Helmerich mit 3:1 SP (617:581 Holz) gegen Michael Oettl durchsetzte, lagen die Bardorfer bei Halbzeit mit 1:2-Mannschaftspunkten (MP) und 23 Holz hinten.

Aufholjagd misslingt

Nun sollten Torsten Frank (gegen Bastian Bäumer), Patrick Ortloff (gegen Patrick Krieger) und Rene Wagner (gegen Alexander Held) die Kastanien aus dem Feuer holen. Doch dies misslang, obwohl es durchaus noch möglich gewesen wäre. Alle drei Bardorfer verloren jeweils den ersten Durchgang, steigerten sich dann aber erheblich und hielten in der Folgezeit gut mit. Frank drehte sogar sein Duell. Mit seinem Erfolg mit 2,5:1,5 SP (585:577) holte er den zweiten MP. Sehr spannend verlief das Duell von Patrick Ortloff. Der TSV-Kapitän führte mit 2:1 SP und lag im letzten Durchgang nach dem Kegeln auf die Vollen nur mit drei Holz hinten. Doch Krieger räumte sehr gut ab und holte sich deshalb den vierten Satz und aufgrund der höheren Gesamtkegelzahl (627:596) auch den MP. Auch beim Duell von René Wagner war noch ein MP für die Grabfelder drin. Denn er lag zwar mit 1:2 SP im Rückstand, aber ein Erfolg im vierten Satz mit acht Kegeln mehr als Held hätten gereicht. Er verlor jedoch diesen Durchgang und damit auch sein Duell mit 1:3 SP und 579:598 Holz. Da die Hausherren 65 Holz mehr zu Fall gebracht hatten, gingen zudem noch zwei weitere MP auf ihr Konto. (mad)

Großbardorf: Christian Helmerich 617 (1 MP), Marco Schmitt 556, Pascal Schneider 602, Torsten Frank 585 (1 MP), Patrick Ortloff 596, Rene Wagner 579.