FUßBALL: KREISLIGA RHÖN

Wülfershausen will auch den Spitzenreiter ärgern

Während Patrick Kuhn (links) und dem TSV Bad Königshofen am Wochenende eine Verschnaufpause vergönnt ist, steht die ...

Fußball

Kreisliga Rhön

 

1. (1.) TSV Trappstadt 15 12 1 2 29 : 9 37  
2. (2.) SV Ramsthal 15 9 5 1 40 : 19 32  
3. (3.) TSV Großbardorf II 15 10 2 3 34 : 17 32  
4. (4.) SV Riedenberg 15 8 3 4 35 : 17 27  
5. (5.) FC Rottershausen 15 8 3 4 37 : 25 27  
6. (6.) FC Strahlungen 15 8 2 5 37 : 29 26  
7. (7.) Burgwallbach I/Bad Neustadt 15 7 3 5 24 : 22 24  
8. (8.) FV Rannungen/Pfändh./Holz. 15 7 2 6 27 : 21 23  
9. (9.) Spfr. Herbstadt 15 6 2 7 26 : 25 20  
10. (10.) TSV Bad Königshofen 16 4 5 7 20 : 36 17  
11. (11.) TSV Steinach 15 4 4 7 26 : 27 16  
12. (12.) FC Bayern Fladungen 16 3 4 9 21 : 33 13  
13. (13.) FC Reichenbach 15 2 6 7 17 : 33 12  
14. (14.) SG Urspringen-Sondh./Rh. 15 3 2 10 18 : 30 11  
15. (15.) SG Oerlenbach/Ebenhausen 15 3 2 10 20 : 52 11  
16. (16.) DJK Wülfershausen 15 2 4 9 30 : 46 10  

 

Samstag, 9. November, 14 Uhr:

FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen – SG Urspringen-Sondheim/Rhön (0:0)

(in Rannungen)

FC Reichenbach – SV Riedenberg (1:1)

SV Burgwallbach I/Bad Neustadt – SG Oerlenbach/Ebenhausen (3:2)

(in Bad Neustadt)

Sonntag, 10. November, 14 Uhr:

FC Strahlungen – TSV Steinach (2:2)

SV Ramsthal – Spfr. Herbstadt (1:0)

FC Rottershausen – Großbardorf II (2:3)

DJK Wülfershausen – TSV Trappstadt (0:1)

 

 

DJK Wülfershausen – TSV Trappstadt

Was lange währt, wird endlich gut. Wenn das am Saisonende zutrifft für Trainer Rudi Koob und seine Mannschaft, dann haben sich die Geduld und der Glaube an sich selber ausgezahlt. Gar nicht so einfach, wenn man auf den ersten und zweiten Sieg bis ans Ende der Vorrunde warten musste. Zwar ist die DJK immer noch Schlusslicht, „aber den Anschluss an die Relegations- bzw. Nicht-Abstiegsplätze haben wir hergestellt“, nimmt Koob etwas Druck vom Kessel. „Freilich kann man den Gegner nicht beherrschen oder verhindern, dass er auch zu Chancen kommt, wenn man 70 Minuten in Unterzahl spielt“, bat er um Verständnis für das 3:2 gegen Urspringen/Sondheim/Rhön. „Wir haben aber auch in Unterzahl zwei Tore geschossen. Nach dem Ausgleich hat meine Mannschaft eine tolle Moral bewiesen. Jetzt kommt der Herbstmeister zu uns, der durch eine extrem kompakte Abwehr überzeugt. Im Hinspiel waren wir über 90 Minuten ebenbürtig, konnten den Ball aber nicht im Tor unterbringen.“

Jetzt trifft Torjäger Patrick Warmuth wieder. Der Knoten ist bei ihm geplatzt. Bezeichnend allerdings für die Baustelle der Mannschaft, wenn man mit ihm den Toptorjäger der Liga (15) in seinen Reihen hat, der Zweitbeste (9, Sebastian Wagner, Trappstadt) mit Abstand folgt und man als Tabellenletzter (30) mehr Tore erzielt hat als der Erste (29, Trappstadt). „Wir wissen, was uns erwartet“, verrät Koob, „sind aber immer für ein Tor gut und mit ein bisschen Glück nicht chancenlos.“ Allerdings könnte ein Tor auch zu wenig sein.

„Wer hätte denn damit gerechnet“, drückt Gäste-Trainer Martin Beck seine eigene Verwunderung über den bisherigen Saisonverlauf aus. „Dennoch schauen wir eher auf die gewonnenen Punkte als auf die Tabellensituation. Wir wissen, dass wir einige Male auch viel Glück im Spiel hatten, aber nicht nur. Alle arbeiten defensiv gut und nach vorne sind wir immer für ein Tor gut.“ Gegen Steinach (3:2) waren aber drei nötig. Und auch dafür fand man eine Lösung. Becks Respekt vor der DJK ist groß: „Sie haben zuletzt sieben Punkte aus drei Spielen geholt. Wir hatten enormes Glück beim 1:0 im Hinspiel. Ich wünsche dem Rudi Koob, dass sich der Trend fortsetzt – aber erst nach unserem Spiel.“

FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen – SG Urspringen-Sondheim/Rhön

Der FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen ist als ein Aufstiegs-Mitfavorit in diese Saison gestartet. Im vergangenen Jahr aus der Bezirksliga abgestiegen, mit Pfändhausen fusioniert und Dritter geworden. Mit Holzhausen fusioniert, Trainer Klaus Seufert geblieben, neuen Co-Trainer mit Thomas Wolf bekommen, Spieler Benjamin Kaufmann an Großbardorf verloren, zwei Auswärtige und fünf eigene A-Jugendliche bekommen: Da musste doch was gehen. Kann es nur an Kaufmann gelegen haben, war er wirklich so wichtig? Nach dem 2:1-Sieg gegen Herbstadt sind die Rannunger wenigstens wieder auf Platz acht geklettert, haben aber mit 23 Punkten schon 14 Rückstand auf Trappstadt und neun auf Ramsthal. Wenn nichts Gravierendes beim TSV oder allen anderen davor passiert, dürfte die Saison für die Gastgeber daher bereits gelaufen zu sein.

Was bedeutet das für die SG Urspringen-Sondheim/Rhön? Die Mannschaft, die von den Herbert-Brüder Markus und André trainiert wird, war im Vergleich zur vergangenen Runde vielversprechend in diese Saison gestartet. Sie hatte sich vorübergehend im Mittelfeld der Tabelle eingereiht, dem unausgesprochenen, aber nach dem knapp verhinderten Abstieg logischen Saisonziel „sicheres Mittelfeld“ eingerichtet. Nach dem 5:0-Sieg gegen Oerlenbach/Ebenhausen stand man auf Platz zehn mit elf Punkten. Bei elf steht man nach sechs Niederlagen hintereinander, aus Platz zehn ist der Relegationsplatz 14 geworden. Die große Ernüchterung kam spätestens vor einer Woche mit der 2:3-Niederlage beim Schlusslicht DJK Wülfershausen. Baustellen gibt es gleich zwei: Nur eine Mannschaft hat weniger Tore erzielt, nur fünf haben weniger rein bekommen. Der größere Druck liegt in dieser Partie eindeutig auf den Schultern der Rhöner.

SV Burgwallbach /Bad Neustadt – SG Oerlenbach/Ebenhausen

Eine ganz gefährliche Begegnung für den SV Burgwallbach/Bad Neustadt ist dieses Rückspiel gegen den Aufsteiger SG Oerlenbach/Ebenhausen. Bereits im Hinspiel wurde man mit der Liga-Tauglichkeit dieses Gegners konfrontiert und holte mit einem knappen 3:2-Sieg den ersten Dreier überhaupt im Jahr 2019, nachdem man in den Spielen nach der Winterpause von einer Enttäuschung in die andere geschlittert war. In der Folge profitierten die Oerlenbacher aber nicht in dem gewünschten Umfang von der Aufstiegs-Euphorie und kamen nie wirklich aus dem Tabellenkeller heraus. Die Spieler von SV-Trainer Alexander Leicht sollte der Blick auf den vorletzten Platz der Gäste mit nur elf Punkten nicht zu Leichtsinn und Überheblichkeit verführen, sonst könnten die eingeplanten drei Punkte schnell in Gefahr geraten.

Eine kleine Umstellung im System vor den letzten zwei Spielen habe „sehr gut gefruchtet“, verrät Leicht. Um noch einmal oben ran zu kommen, wollte man beide gewinnen. Gegen Strahlungen (2:1) hat es zum Sieg geführt, „gegen Großbardorf II (0:1) leider nicht. Wir hätten von fünf auf zwei verkürzen können, es sind leider acht geworden. Ein Punkt wäre verdient gewesen. Es wurde durch einen Elfer entschieden. Zur Situation: Man soll zwar niemals nie sagen. Aber es geht nach oben wie nach unten womöglich gar nichts mehr. Man merkt natürlich die vielen ausgefallenen Spieler in den letzten vier Wochen, im Spiel an der Qualität, im Training an der Quantität.“ Jetzt müsse die Zielsetzung natürlich sein, einen Sieg zu holen. „Oerlenbach soll ja auch großes Verletzungspech haben. Ich hatte sie wesentlich weiter vorne erwartet.“ Für sich hofft Leicht, dass „der eine oder andere kranke oder angeschlagene Spieler doch zurück kommt.“ Definitiv ausfallen werden Yanik Weikard, Pascal Memmler (verletzt) und Markus Polzer (beruflich). Ein großes Fragezeichen steht hinter Benedikt Floth (Knie). „Wir wollen in den letzten vier Spielen noch so viele Punkte holen, dass wir motiviert und mit Spaß in die Vorbereitung fürs Frühjahr gehen“, gibt Leicht als Ziel aus.

FC Strahlungen – TSV Steinach

Mit dem TSV Steinach empfängt der FC Strahlungen am Sonntag eine Mannschaft, die ihre Anhänger in ihrer zweiten Kreisliga-Saison im Vergleich zur ersten etwas enttäuscht hat – bisher. Wobei jederzeit damit gerechnet werden muss, dass sich der TSV wieder fängt und zu alter Spielstärke zurückkehrt. Um diese Zeit vor einem Jahr hatte sich die Truppe von Spielertrainer Michael Voll bereits den Respekt der ganzen Liga erworben, spielte einen herzerfrischenden Angriffsfußball und beendete die Runde auf einem bemerkenswerten fünften Platz mit 49 Punkten. Vor diesem Spiel und nach der 2:3-Niederlage in Trappstadt, bei der sie allerdings heftigen Widerstand leistete, steht sie auf Rang elf mit 16 Punkten. Die Steinacher haben momentan nur vier Punkte Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz 13 und wollen sich vor der Winterpause bestimmt noch ins sichere Mittelfeld vor arbeiten.

Wegen der Niederlage (1:3) in Rottershausen wollte FC-Trainer Oliver Schönwiesner seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Die spielerische Leistung kam etwas zu kurz, die kämpferische war in Ordnung.“ Leider sei seine personelle Situation „von Woche zu Woche neu zu definieren. Zu den Langzeitverletzten kommen immer wieder weitere Rückschläge hinzu. So einen Personalschwund habe ich in meiner ganzen Fußball-Zeit noch nicht erlebt. Das soll aber keine Entschuldigung sein, wir werden immer nach vorne schauen.“ Dennoch stehe der Einsatz von Christoph Krieger (verletzt), Noah Braun (krank) und Felix Beck (verletzt) neben den sicher fehlenden Marco Nöth, Sebastian Schneider, Timo Reiher und Joachim Seit in den Sternen. Erfreulich sei, dass David Noack wieder einsatzbereit ist. „Vor und in diesem Spiel wollen wir wieder an unserem Selbstvertrauen arbeiten und uns an unsere Grundsätze erinnern. Wir werden alles dafür tun, unsere Heimstärke zu beweisen und das Spiel zu gewinnen, werden den Gegner aber nicht unterschätzen.“

SV Ramsthal – Sportfreunde Herbstadt

Der SV Ramsthal ist dem Vorschusslorbeer, den er sich durch einen furiosen Saisonstart erworben hat, bis zum Ende der Vorrunde gerecht geworden. Aus den Startlöchern kam er mit einem 1:0-Auswärtssieg im Hinspiel in Herbstadt, beim Vizemeister der Vorsaison. Damit war das erste Ausrufezeichen gesetzt, für beide Mannschaften sogar. Es hatte seine Berechtigung. Nach der Vorrunde nimmt der aus der Kreisliga Schweinfurt umgruppierte SV Ramsthal den Aufstiegs-Relegationsplatz 2 mit 32 Punkten ein. Die Lücke zum Tabellenführer TSV Trappstadt riss durch zwei 1:1-Unentschieden in den letzten beiden Spielen in Bad Königshofen und daheim gegen Riedenberg. Einen weiteren Punktverlust darf sich die Mannschaft aus dem Weinort bei Hammelburg in dieser Partie nicht leisten und wird entsprechend zu Werke gehen.

„Aus dem Vorhaben, in den vergangenen drei Spielen Punkte zu holen, um den Abstand nach hinten zu vergrößern, ist leider nichts geworden“, bedauert Spfr.-Trainer Martin Naber. Es wurde nur einer (1:1 gegen Wülfershausen), in Trappstadt (0:1) und in Rannungen (1:2) verlor man. „Die Stimmung in der Mannschaft ist natürlich jetzt nicht die beste. Wir müssen schauen, dass wir aus den vier Spielen noch den einen oder anderen Punkt holen. Wir wollen schnellstmöglich wieder in die Spur finden.“ Personalsorgen plagen Naber schon die ganze Runde. „Momentan stehen große Fragezeichen hinter Thomas Reder, Tom Bauer, Sebastian Bömmel, Markus Jeger und Julian Leicht.“ Ramsthal habe ihn neben Großbardorf spielerisch bisher am meisten überzeugt. „Wir wollen eine gute Leistung abrufen, es wird aber schwierig werden. Es ist eine sehr robuste, aber auch spielerisch starke Mannschaft, die sicherlich am Ende unter den ersten Drei zu finden sein wird. Vielleicht können wir sie etwas ärgern.“

FC Rottershausen – TSV Großbardorf II

Was hat der Aufsteiger FC Rottershausen für eine Entwicklung vollzogen in der zweiten Hälfte der Vorrunde. Etwas holpriger Start, zwischendurch immer mal eine überzeugende Leistung, dann wieder ein unerklärliches Ergebnis – Mittelmaß nach zehn Spielen mit zwölf Punkten aus der Bilanz 3-3-4. Wer die Rottershäuser in Reichenbach (4:0) oder Bad Königshofen (4:0) gesehen hatte, konnte sich nur wundern bzw. war überzeugt, dass mehr in dieser Mannschaft steckt als ein Mittelfeldplatz. Doch daheim wollte wenig gelingen. Dann kam der 5:3-Heimsieg gegen Fladungen, das 4:1 in Burgwallbach, das 3:1 in Steinach und das 3:1 gegen Strahlungen vor einer Woche. Der FC ist die Mannschaft der Stunde mit 24 Punkten und geht keineswegs als krasser Außenseiter in die Partie gegen den Tabellendritten TSV Großbardorf II (32), dem man mit einem weiteren Sieg eng auf die Pelle rücken könnte.

Der zweitbeste Angriff (37) der Liga könnte den Nachwuchs-Galliern ganz schön zu schaffen machen. Fragt sich nur, wie die wankelmütige Abwehr, mal hopp, mal topp, mit dem unbedeutend weniger starken Angriff (34) der Mannschaft von Trainer Markus Bach zurecht kommt. Von daher darf mit jedem Spielausgang gerechnet werden. Wenn die Bardorfer allerdings den Anschluss an die Tabellenspitze nicht aus den Augen verlieren wollen, ist mindestens Verlieren verboten, vielleicht sogar eine Punkteteilung.