Kegeln: 2. Bundesliga N / M Männer

Großbardorfer Derbysieg

Großbardorfs Mannschaftsführer Patrick Ortloff glänzte beim 6:2-Sieg im Derby beim ESV Schweinfurt mit 622 Holz.

Kegeln

2. Bundesliga N/M Männer, 120 Wurf

 

KV Liedolsheim – SKV OS Kaiserslautern 5:3  
SKC GH SpVgg Weiden – FSV Erlangen-Bruck 3:5  
TSG Kaiserslautern – SKK GH Zeil 5:3  
ESV Schweinfurt – TSV Großbardorf 2:6  
SKC Victoria Bamberg II – SC Luhe-Wildenau 7:1  

 

 

1. (1.) TSG Kaiserslautern 11 57 16 : 6  
2. (3.) SKC Victoria Bamberg II 11 54 15 : 7  
3. (4.) TSV Großbardorf 11 52.5 15 : 7  
4. (5.) KV Liedolsheim 11 49 14 : 8  
5. (2.) SKK GH Zeil 11 44.5 14 : 8  
6. (6.) SKC GH SpVgg Weiden 10 42 10 : 10  
7. (8.) FSV Erlangen-Bruck 11 42.5 9 : 13  
8. (7.) SKV OS Kaiserslautern 10 33.5 8 : 12  
9. (9.) ESV Schweinfurt 9 25 3 : 15  
10. (10.) SC Luhe-Wildenau 11 24 2 : 20  

 

ESV Schweinfurt – TSV Großbardorf 2:6 (3416:3547/9,5:14,5). Der TSV Großbardorf bleibt in der 2. Bundesliga Nord/Mitte dem Tabellenführer TSG Kaiserslautern auf den Fersen. Nach dem enttäuschenden 4:4-Unentschieden im Hinspiel setzten sich die Schützlinge von Trainer Axel Tüchert im Unterfranken-Derby beim Vorletzten ESV Schweinfurt diesmal mit 6:2 durch. Und das, obwohl mit Pascal Schneider und Matthias Menninger gleich zwei Stammkräfte fehlten. „Beide waren angeschlagen und deshalb haben wir uns zu einem kurzfristigen Verzicht entschieden“, erklärte der TSV-Coach, der mit der Leistung des Sextetts zufrieden war. Denn mit Patrick Ortloff (622) und Torsten Frank (610) übertrafen zwei Kegler des TSV die 600er Marke. „Vor allem beim Abräumen waren wir überlegen.“

Glänzender Start

Im Startdrittel gingen für die Bardorfer Andy Behr und Patrick Ortloff gegen Andreas Ruhl bzw. Markus Krug auf die Bahnen. Beide zeigten sich von ihrer besten Seite, brachten die Gäste mit 2:0 in Führung und legten damit den Grundstein für den späteren Gesamtsieg. Obwohl Behr in der Gesamtkegelzahl seinem Gegner unterlegen war (587:592), holte er den ersten Mannschaftspunkt (MP), da er drei der vier Sätze für sich entschied. Kuriosum am Rande: Alle drei Satzpunkte (SP) gewann er mit 153 Holz. Eine Glanzvorstellung lieferte Mannschaftskapitän Patrick Ortloff ab. Er erzielte auf allen vier Bahnen Ergebnisse jenseits von 150 Holz, gewann drei der vier Bahnen, eine teilte man sich, und nahm seinem Konkurrenten 78 Holz ab. Damit hatte der TSV nach den ersten beiden Keglern bei einer 2:0-Führung 73 Holz Vorsprung.

Im Mittelabschnitt schickte Tüchert Marco Schmitt (gegen Daniel Eberlein – mit 631 Holz Tagesbester) und René Wagner (gegen Frank Geyer) an den Start. Schmitt erreichte nicht seine Normalform und blieb bei 563 Holz hängen. Damit hatte er gegen Eberlein, der sich alle vier SP holte, keine Chance. Zudem verlor er 68 Holz. Diesen Verlust machte aber René Wagner, der mit seinen 594 Holz alle vier Sätze für sich entschied und 67 Kegel mehr zu Fall brachte als sein Schweinfurter Gegner, wieder weg. Damit führten die Grabfelder vor den beiden letzten Keglern mit 3:1 und 72 Holz.

Thorsten Frank dreht auf

Diesen komfortablen Vorsprung mussten nun die beiden Schlusskegler Christian Helmerich und Torsten Frank ins Ziel bringen. Das direkte Duell von Helmerich gegen Holger Hubert zeigte aber deutlich auf, dass der TSV-Vorzeigekegler nach seiner langen Verletzungspause noch lange nicht bei 100 Prozent ist. Er verlor mit 1:3 SP und erreichte lediglich 571 Holz, während Hubert mit seinen 598 Holz die 600er-Marke kratzte. Dadurch wurde es noch einmal spannend und nun kam es auf das Duell von Torsten Frank gegen seinen ehemaligen Mannschaftskameraden Stefan Roth an. Zwar verlor Frank mit 136:148 den ersten Satz, dann aber seigerte er sich von Bahn zu Bahn (151, 158, 165), während Roth doch merklich abbaute. Somit gingen die Sätze zwei, drei und vier an den Bardorfer, der damit den vierten MP für sein Team holte. Da auch die beiden MP für die höhere Gesamtkegelzahl (3547:3416) an die Gäste gingen, durften diese letztlich ihren 6:2-Sieg gebührend bejubeln. (gmad)

Großbardorf: Andy Behr 587 (1 MP), Patrick Ortloff 622 (1 MP), Marco Schmitt 563, René Wagner 594 (1 MP), Christian Helmerich 571, Torsten Frank 610 (1 MP).