FUßBALL: KREISLIGA RHÖN

Burgwallbach entgeht nur knapp einer zweistelligen Niederlage

Fußball

Kreisliga Rhön

 

SV Riedenberg – TSV Steinach 1:2  
FC Rottershausen – FV Rannungen/Pfändh./Holz. 0:4  
TSV Großbardorf II – TSV Trappstadt 2:0  
Oerlenbach/Ebenhausen – Urspringen-Sondh./Rh. 4:3  
TSV Bad Königshofen – Spfr. Herbstadt 1:1  
FC Bayern Fladungen – FC Reichenbach 2:2  
Burgwallbach I/Bad Neustadt – SV Ramsthal 0:9  
FC Strahlungen – DJK Wülfershausen 4:1  

 

1. (1.) TSV Großbardorf II 22 14 4 4 55 : 25 46  
2. (2.) SV Ramsthal 22 13 6 3 64 : 31 45  
3. (3.) TSV Trappstadt 20 13 3 4 34 : 17 42  
4. (4.) FV Rannungen/Pfändh./Holz. 22 12 4 6 43 : 25 40  
5. (5.) FC Strahlungen 22 12 3 7 56 : 42 39  
6. (6.) SV Riedenberg 22 10 6 6 45 : 26 36  
7. (7.) FC Rottershausen 22 9 6 7 49 : 42 33  
8. (9.) Spfr. Herbstadt 21 9 4 8 40 : 36 31  
9. (8.) Burgwallbach I/Bad Neustadt 22 9 4 9 33 : 43 31  
10. (10.) TSV Steinach 23 8 5 10 42 : 44 29  
11. (11.) TSV Bad Königshofen 21 6 7 8 29 : 44 25  
12. (12.) SG Urspringen-Sondh./Rh. 23 5 5 13 34 : 47 20  
13. (13.) FC Reichenbach 24 3 11 10 32 : 54 20  
14. (16.) SG Oerlenbach/Ebenhausen 23 5 2 16 34 : 78 17  
15. (14.) DJK Wülfershausen 22 4 5 13 42 : 61 17  
16. (15.) FC Bayern Fladungen 21 3 7 11 29 : 46 16  

FC Bayern Fladungen – FC Reichenbach 2:2 (1:1). „Wir haben eigentlich alles richtig gemacht. Bis zu dem einen Fehler in der letzten Minute“, sagte Fladungens Abteilungsleiter Matthias Panten mit niedergeschlagener Stimme. Ein Abstimmungsproblem zwischen Torwart André Weiss und Kapitän André Fischer sowie dessen Kopfball ins eigene Tor in der dritten Nachspielminute verhagelte den Rhönern die Laune. „Ein Sieg für uns wäre verdient gewesen. Aber so ist das halt manchmal im Fußball“, sagte Panten. Er räumte zwar ein, dass die Reichenbacher in der Schluss-Viertelstunde tüchtig Druck gemacht haben, große Chancen hatten sich die Gäste aber nicht erspielen können. Insgesamt war das Match, so Panten „von Kampf und Taktik“ geprägt. Christopher Goldbach (17.) und Ludwig Lang (52.) hatten die Bayern zweimal in Führung gebracht, Markus Erhard zwischenzeitlich ausgeglichen (39.).

„Das Spiel war nicht schlecht anzuschauen“, fand Panten. Insbesondere nicht der Abschluss Goldbachs, der eine Eckenvariante veredelte. Aaron Leutbecher hätte erhöhen können (30.), stattdessen markierte Markus Erhard per Kopf den Ausgleich (39.). „Mit der ersten Reichenbacher Chance“, sagte Panten. Kurz vor der Halbzeit wären die Gäste beinahe in Führung gegangen, als Johannes Katzenberger einen Freistoß an die Latte setzte. Dem 2:1 – Ludwig Lang traf aus spitzem Winkel – hätte das dritte Tor folgen können. „Aber der Abschluss von Christopher Goldbach ging um Zentimeter am Pfosten vorbei“, sagte Panten.

Tore: 1:0 Christopher Goldbach (17.), 1:1 Markus Erhard (39.), 2:1 Ludwig Lang (52.), 2:2 André Fischer (90. + 3, Eigentor).

SV Burgwallbach I/Bad Neustadt – SV Ramsthal 0:9 (0:5). Puh, das war ein unerfreulicher Nachmittag für den SV Burgwallbach/Bad Neustadt, der auf eigenem Platz dem Titelanwärter SV Ramsthal mit sage und schreibe 0:9 unterlag. „Die Mannschaft ist bedient, ich bin es auch“, sagte Trainer Frank Geßner. Der freilich um eine angemessene Einordnung des Ergebnisses bemüht war. „Wir haben zur Zeit einfach keine Alternativen. Die Mannschaft hat, wie sie sich momentan zusammensetzt, nicht das Niveau für die Kreisliga. Ramsthal ist einfach nicht unsere Kragenweite. Bei denen läuft der Ball wie am Schnürchen.“ Nach einer Viertelstunde hatte sich schon längst angedeutet, was den Gastgebern drohen könnte. Tim Danz und zweimal Harald Bayer hatten da das Ergebnis schon auf 3:0 für die Gäste gestellt. Die ließen noch vor der Pause zwei weitere Treffer folgen und legten in der Schluss-Viertelstunde noch viermal nach.

„Wir hatten kurz nach dem Wechsel mal einen Abschluss durch Alexander Ortloff, ansonsten ging nicht viel“, sagt Geßner. „Aber denen, die heute auf dem Platz standen, mache ich keinen Vorwurf.“

Tore: 0:1 Tim Danz (3.), 0:2, 0:3 Harald Bayer (10., 17.), 0:4 Tim Danz (26.), 0:5 Artur Sibert (33.), 0:6 Matthias Mock (75.), 0:7 Fabian Meindl (83.), 0:8 Tim Danz (89.), 0:9 Enrico Ott (90.).

TSV Bad Königshofen – Sportfreunde Herbstadt 1:1 (1:0). Julian Ankenbrand war der Pechvogel des Tages beim Grabfeld-Derby zwischen dem TSV Bad Königshofen und den Sportfreunden Herbstadt. Zunächst unterlief dem Herbstädter beim Versuch den Ball im eigenen Strafraun zu klären ein unglückliches Eigentor, zwei Minuten vor dem Ende hatte er dann auf einmal den 2:1-Siegtreffer auf dem Fuß, schoss die Kugel aus kurzer Distanz aber über das TSV-Tor. So blieb es vor 130 Zuschauern letztlich bei einem 1:1-Unentschieden, das den Gästen aber wohl mehr nützt als den Königshöfern. „Die Punkteteilung geht aber in Ordnung. Wir hatten in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel, nach dem Seitenwechsel waren dann die Herbstädter das klar bessere Team“, bilanzierte Hausherren-Sprecher Gerd Harth. Ein Lob hatte er zudem für den jungen Schiedsrichter parat, „der das Spiel wohltuend unaufgeregt leitete.“

Dass sich beide Teams gut kennen, wurde in der ersten Halbzeit deutlich. Bad Königshofen war zwar optisch leicht überlegen, zwingende Torchancen gab es aber nicht. Auch die Situation vor dem 1:0 war eigentlich nicht sonderlich gefährlich, doch nach einem Freistoß von Florian Zirkelbach brachte Julian Ankebrand mit seinem Eigentor mit 1:0 in Führung. Nach dem Seitenwechsel schlugen die Gäste aber schnell zurück. Peter Kürschner wurde steil geschickt und schoss übelegt ins lange Eck ein. In der Schlussphase hatten die Gäste zwei weitere gute Chancen, der Siegtreffer wollte aber nicht mehr fallen.

Tore: 1:0 Julian Ankenbrand (17., Eigentor), 1:1 Peter Kürschner (53.).

FC Strahlungen – DJK Wülfershausen 4:1 (2:0). Wer vorne seine Chancen nicht nutzt, der kann am Ende auch nicht gewinnen. Diese Weisheit bewahrheitete sich am Sonntag auf dem Strahlunger Sportplatz, wo die Gäste aus Wülfershausen zwar lange Zeit ebenbürtig waren, am Ende aber deutlich mit 1:4 verloren und weiter tief im Tabellenkeller fest sitzen. „Das Ergebnis ist viel deutlicher als es das Spiel tatsächlich war. Im Gegensatz zu Wülfershausen haben wir unsere Chancen aber konsequent genutzt“, sagte Hausherren-Sprecher Bernhard Nöth. In die Karten spielte dem FC auch die schnelle 2:0-Führung in der Anfangsphase. „Danach lag zwar das 2:1 in der Luft, nach dem 3:0 in der zweiten Halbzeit war das Spiel dann aber entschieden“, sagte Nöth. Bei diesem Treffer half zudem Gäste-Keeper Lukas Bier tatkräftig mit, dem eine harmlose Flanke von Markus Mellenthin durch die Hände glitt.

Chancenlos war Bier hingegen beim 0:1 nach gerade einmal sieben Minuten. Ein weiter Abschlag von FC-Keeper Johannes Bömmel landete bei Tim Krais, der mit einem Heber das frühe 1:0 erzielte. Diese Führung baute Markus Neder nach einer Ecke per Kopf aus. „Das 2:0 hat zwar etwas Ruhe in unser Spiel gebracht, Wülfershausen hat aber nicht aufgesteckt und kam zu einigen guten Chancen“, sah es Nöth. Da diese aber allesamt vergeben wurden, konnten die Hausherren das Ergebnis in der Schlussphase sogar noch deutlich gestalten. (fka)

Tore: 1:0 Tim Krais (7.), 2:0 Markus Neder (22.), 3:0 Markus Mellenthin (75.), 4:0 Tim Krais (77.), 4:1 Patrick Warmuth (86., Foulelfmeter).

SG Oerlenbach/Ebenhausen – SG Urspringen/Sondheim/Rhön 4:3 (0:1). Gut startete die SG Oerlenbach/Ebenhausen in dieses Kellerduell, aber zur Pause führte mal wieder der robust auftretende Gast aus der Rhön. Martin Felsburg hatte ein schlafmütziges Defensivverhalten konsequent bestraft. Schlimmeres verhinderte SG-KeeperSimon Seidl mit seiner Rettungstat gegen Fritz Hey, dessen Heber in der Anfangsphase etwas zu hoch angesetzt war. Aber auch die Gastgeber hatten erstklassige Gelegenheiten. Erst hatte Noah Pentenrieder Pech mit seinem Freistoß an die Latte, dann wurde der Kopfball von Frank Schmitt von Gäste-Keeper Louis Kümmeth mit Alu-Unterstützung geklärt.

Torgefahr entwickelte die Elf von Thorsten Büttner insbesondere durch Last-Minute-Neuzugang Joshua Kopp. Der Bundespolizist mit Doppelspielrecht sorgte nach dem Seitenwechsel gemeinsam mit Youngster Pentenrieder für die Wende in diesem Spielin. „So richtig mutig nach vorne gespielt haben wir erst im zweiten Durchgang“, fand Hauherren-Spielertrainer Thorsten Büttner. Joshua Kopp brillierte mit seinen Flankenläufen, auf seine präzisen Vorlagen hin netzte Noah Pentenrieder zweimal ein. Kopp baute mit feiner Einzelleistung die Führung aus, ehe Ferdinand Fischer per „berechtigtem Strafstoß“ (Büttner) die Urspringer noch einmal heranbrachte. In die Stum- und Drangphase der Herbert-Elf platzte dann aber der zweite Kopp-Treffer. „Dieser Spieler und die Moral des Teams insgesamt sollten Hoffnung hinsichtlich der nächsten Aufgaben machen“, meinte Büttner. Für die Gastgeber wurde es in den Schlussminuten noch einmal brisant, denn Jannik Stäblein hatte zum 3:4 verkürzt,doch mit Geschick und Glück brachten die Platzherren den Vorsprung über die Zeit. (szkg)

Tore: 0:1 Martin Felsburg (28.), 1:1, 2:1 Noah Pentenrieder (52., 59.), 3:1 Joshua Kopp (70.), 3:2 Ferdinand Fischer (74., Foulelfmeter), 4:2 Joshua Kopp (81.), 4:3 Jannik Stäblein (86.).

FC Rottershausen – FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen 0:4 (0:2). Gegen ersatzgeschwächte Gastgeber feierten die Gäste im Derby einen „verdienten Erfolg“, räumte FC-Spielertrainer Alexander Schott ohne Umschweife ein. Die Mannen von Werner Dreßel, dessen Taktik, „wir wollen über die Außen unser Offensivspiel forcieren“, ging früh auf. Doch nach Foul an André Wetterich scheiterte Alexander Müller beim Elfmeter am ins richtige Eck fliegenden Sedrick Rotter. Dieser war dann allerdings machtlos, als nach einem Diagonalpass von Louis Schuler Michael Röder die Kugel in den Lauf von Fabian Erhard legte, der sie dann ins lange Eck setzte. Auch den nächsten Angriff schlossen die FV'ler erfolgreich zum 2:0-Pausenstand ab. Zuvor war Dominik Gehrig ebenfalls am FC-Goalie vom Elfmeterpunkt gescheitert.

Nach einer Stunde fiel die Vorentscheidung. Nach einer Freistoßflanke von Andreas Berninger zog der eingewechselte Peter Hahn den Ball in den Sechzehner, wo es der ebenfalls eingewechselte Maximilian Bindrim einnickte. Die Moral der Heimelf stimmte zwar, doch fehlten die präzisen Pässe in die Tiefe. Mit einem Schuss in den Winkel setzte Alexander Müller den Schlusspunkt. Aus dem Siegerteam ragte Innenverteidiger Lukas Englert heraus, der über neunzig Minuten eine Vorstellung ohne Fehl und Tadel zeigte. (ba)

Tore: 0:1 Fabian Erhard (12.), 0:2 André Wetterich (14.), 0:3 Maximilian Bindrim (58.), 0:4 Alexander Müller (89.). Besondere Vorkommnisse: Sedrick Rotter (Rottershausen) pariert Foulelfmeter von Alexander Müller (2.) und Dominik Gehrig (28.).

SV Riedenberg – TSV Steinach 1:2 (0:1). Die Corona-Pause hat den Grün-Weißen beim Blick auf die letzten Ergebnisse nicht gut getan. Gegen eine aufopferungsvoll kämpfende Gäste-Elf standen sie nach dem Abpfiff mit leeren Händen da und haben den Anschluss Richtung Aufstiegsplätze verloren. Für den TSV Steinach „war der Sieg ein richtig schöner Befreiunngsschlag“, so TSV-Trainer Michael Voll, der bereits nach fünf Minuten einen Kopfball von Niklas Otter an das von Florian Dorn gehütete SV-Tor klatschen sah. Die Hausherren erhöhten in der Folgezeit den Druck, hatten Pech, dass ein Kopfball von Philipp Dorn von Kevin Schuck noch von der Torlinie gekratzt wurde.

„Insgesamt ist unser Spiel bis zum gegnerischen Strafraum passabel, doch dann fehlt der entscheidende Pass oder das Schussglück“, befand später ein enttäuschter SV-Coach Michael Leiber. Dass die Gäste in Führung gingen, hatten sie der Mithilfe von Florian Dorn zu verdanken, der bei einem missglückten Befreiungsschlag Fabian Schäfer anschoss, die wegprallende Kugel bugsierte Aaron Friedel problemlos in die Maschen.

Nach der Pause brachte der nun eingewechselte Stefan Wich Schwung in die SV-Offensie, doch musste er zunächst mit ansehen, dass ein Schuss von Michael Voll ans Quergestänge schlug (57.) und sein Team den zweiten Gegentreffer hinnehmen musste. Eine Freistoßflanke von Fabian Rottenberger segelte in den Sechzehner, der einlaufende Niklas Otter irritierte den Goalie, das Leder schlug kontaktlos im langen Eck ein. Nach Foul von Holger Wieschal an Wich verkürzte Kilian Markart per Elfmeter. Zuvor hatte TSV-Keeper Franz-Xaver Roßhirt bei einem Schuss von Philipp Dorn die Kugel um den Pfosten gewickelt. In der Schlussphase riskierten die Platzherren alles, rannten dabei in einen Konter, den Vincent Schaab unfair unterband, doch Jung scheiterte an Florian Dorn. (ba)

Tore: 0:1 Aaron Friedel (31.), 0:2 Fabian Rottenberger (61.), 1:2 Kilian Markart (81., Foulelfmeter). Besondere Vorkommnisse: Florian Dorn (Riedenberg) hält Foulelfmeter von Joshua Jung (90. + 2).