FUßBALL

Staatsregierung erlaubt 100 Stehplätze auf Sportplätzen

Stehplätze sind bei Amateur-Fußballspielen ab sofort wieder erlaubt, doch ihre Anzahl auf 100 begrenzt. Die Stehenden müssen, anders als auf diesem Archivfoto aus dem Jahr 2018, den geltenden Mindestabstand beachten. Foto: Jürgen Sterzbach

Bis zu 100 Zuschauerinnen und Zuschauer können ein Fußballspiel ab sofort auch stehend verfolgen, sofern sie dabei den geltenden Mindestabstand beachten. Das hat die bayerische Staatsregierung am Dienstag beschlossen. Darüber hinaus bleibt aber die Gesamtanzahl auf 500 begrenzt. Somit müssen die gastgebenden Vereine auch weiterhin Sitzplätze zuweisen und Daten zur Kontaktnachverfolgung erfassen.

Es sei zumindest ein Teilerfolg, der den bayerischen Fußball-Vereinen während der aktuellen Saisonvorbereitung helfe, schreibt der Bayerische Fußball-Verband (BFV) in seiner Pressemitteilung. Am Ende brauche es aber weitere Schritte.

Im Gespräch mit dieser Redaktion hatte BFV-Präsident Rainer Koch sich vor kurzem beklagt, nur Sitzplätze zuzulassen, sei „weltfremd, absurd und völlig unverständlich auf einem Platz, der 100 Meter lang und 60 Meter breit ist“. Schließlich würden „die meisten Amateur-Fußballplätze bei uns in Bayern gar keine Sitzplatztribünen“ haben.

Die jetzige Korrektur sei „natürlich zu begrüßen“, sie dürfe aber allenfalls „eine Etappe“ sein, denn „von der Zielgeraden sind wir weiterhin weit entfernt“. Der BFV fordere weiterhin eine Gleichstellung für Veranstaltungen: Während die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV) nach wie vor in Gebäuden 1000 Besucherinnen und Besucher auf Stehplätzen erlaube, bleibe es draußen, wo das Infektionsrisiko nachgewiesen auch geringer sei, bei der Begrenzung auf 500 Zuschauerinnen und Zuschauer. Zumindest würde die ab jetzt geltende Steh- und Sitzplatzregel den meisten Vereinen erst einmal helfen. „Das darf aber kein Dauerzustand bleiben“, mahnt Koch.

Auch der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV) sei froh über die Entscheidung, heißt es in einer weiteren Pressemitteilung zum Thema. „Wir hoffen, dass nun zeitnah weitere Schritte folgen. Darüber hinaus muss jetzt auch die Maskenpflicht auf Sportstätten im Outdoorbereich aufgegeben werden, so wie es in der Schule bereits umgesetzt wird“, wird BLSV-Präsident Jörg Ammon in dieser Mitteilung zitiert. (jst)