Handball: 3. Liga

Warum sich der HSC Bad Neustadt für die nächste Zeit gut gerüstet glaubt

Mit Tony Ilic (rechts) auf Rechtsaußen empfängt der HSC Bad Neustadt am Samstagabend die DJK Sportfreunde Budenheim. Foto: Anand Anders

Revanchegelüste hegen die Spieler des Handball-Drittligisten HSC Bad Neustadt (10./4:22), wenn sie im ersten Spiel des Jahres an diesem Samstag, 19.30 Uhr, die DJK Sportfreunde Budenheim (9./7:19) empfangen. Das Hinspiel hatten die Rotmilane in der Bingener Rundsporthalle deutlich mit 19:27 verloren, "was erstens nicht eingeplant war, denn wir hatten einen Gegner auf Augenhöhe erwartet, und zweitens, wie die weiteren der meisten Saisonniederlagen, völlig unnötig war", erinnert sich HSC-Coach Frank Ihl.

HSC Bad Neustadt hat an der Athletik und Abstimmung gearbeitet

Auf Augenhöhe befand sich Bad Neustadt allerdings nur in den ersten 40 Minuten, dann erfolgte ein Einbruch, was auch im weiteren Saisonverlauf nicht selten war. Um beim zweiten Aufeinandertreffen in besserer körperlicher Verfassung zu sein, wurde das Athletiktraining in den letzten Wochen intensiviert, "wobei die Spieler sich richtig geschunden haben und insgesamt hoch motiviert waren", so der Trainer, der auch in Sachen "Abstimmung" Feinarbeiten vornahm.

Gegen Budenheim, das mit der Empfehlung anreist, im letzten Match des Jahres 2021 dem Tabellenzweiten aus Groß-Bieberau einen Punkt beim 22:22 abgeknöpft zu haben, ist jedenfalls volle Konzentration gefragt. Denn der Tabellennachbar, der in der Winterpause seinen Stammkeeper Christin Kosel, der aus beruflichen Gründen den Klub verließ, verlor, verfügt über ein gewachsenes Team, aus dem die Routiniers Philipp Becker und Kapitän Michael Kühn herausragen.

Sebastian Kirchner und Noah Hahn fehlen

Dass beide im letzten Heimspiel die Rote Karte sahen, spricht nicht gegen die bisher gezeigte Fairness. Die Schützlinge von Coach Volker Schuster belegen in dieser Hinsicht Platz drei der Tabelle, der HSC Platz fünf. "Das wird aber an der kämpferischen Einstellung beider Teams nichts ändern", glaubt Ihl, der bis auf Sebastian Kirchner und Noah Hahn den Rest des Kaders zur Verfügung hat. Auch Tony Ilic und Filip Susnjara, deren Quarantänezeit Ende letzter Woche ablief und die wieder ins Training einsteigen konnten.

"Auch Noah Streckhardt kommt immer besser in Form", erklärt Ihl, "aber seine Einsatzzeit wird am Samstagabend noch beschränkt sein. Ich will ihn nicht verheizen, aber sein Mitwirken wird ihm Spielpraxis verschaffen und für Verschnaufpausen seiner Mitspieler sorgen". Streckhardt könnte auf seiner angestammten Position im zentralen Rückraum Benjamin Herth entlasten, der notfalls auch auf die Halbpositionen rutschen kann.

Größerer Kader bedeutet größere Flexibilität

"Je größer der Kader ist, desto größer sind auch die taktischen Möglichkeiten, was sowohl für Abwehr wie auch Angriff gilt", sagt Ihl, der mit Optimismus in die Partie geht: "Wir haben alle zusammen an den Baustellen gearbeitet." Ein Heimsieg würde sowohl dem Punktekonto wie auch dem Selbstvertrauen des HSC guttun. Schließlich erwarten ihn anschließend drei heikle Auswärtsaufgaben in Nieder-Roden, Bayreuth und Kirchzell.

Bis zu 200 Zuschauer sind zugelassen

Zum Heimspiel gegen die DJK Sportfreunde Budenheim an diesem Samstag, 19.30 Uhr, darf der HSC Bad Neustadt maximal 200 Zuschauer auf die Tribüne der Bürgermeister-Goebels-Halle lassen. Für Erwachsene sowie Jugendliche ab 14 Jahren gilt dabei die 2G+-Regel. Wer bereits eine Auffrischungsimpfung nachweisen kann, benötigt keinen tagesaktuellen Test. Ab 18 Uhr am Samstagabend kann man sich in der Halle testen lassen. Alle Details hat der Verein auf seiner Homepage www.hsc-bad-neustadt.de zusammengefasst.
Quelle: dr