Tischtennis: Regionalliga Süd

Zwei Siege und ein großer Schritt für Bad Königshofen II

Maximilian Dreher (im Bild) und der TSV Bad Königshofen II landeten in der Regionalliga Süd zwei wichtige Siege. Foto: Rudi Dümpert

Was war das für ein Mammut-Wettkampf-Wochenende und Kraftakt für den TSV Bad Königshofen II in der Tischtennis-Regionalliga Süd mit drei Spielen innerhalb von zwei Tagen. Gegen den TTC Zella-Mehlis sprang ein 6:4-Sieg (23:16 Sätze) heraus, beim TV Etwashausen gelang ein klarer 9:1-Erfolg (27:8). Beim TV Hilpoltstein II gab es indes eine 4:6-Niederlage (15:22) für das TSV-Quartett mit den blutjungen Maximilian Dreher (15) und Akito Itagaki (16) sowie dem 29-jährigen Christoph Schüller und dem End-Dreißiger Marcin Miszewski.

Am Bad Königshöfer Durchmarsch beteiligt

Die letzteren Zwei waren ja vor Jahren einige Runden lang am Durchmarsch der Bad Königshöfer Ersten von der Landes- bis in die 1. Bundesliga beteiligt. Gleich drei Spiele mit 30 Matches waren zu absolvieren. Die Spieldauer am Samstagnachmittag daheim gegen Zella-Mehlis (2:55 Stunden), am Abend in Etwashausen (2:45) und am Sonntag früh um elf in Hilpoltstein (2:55) macht acht Stunden und 35 Minuten. Dies, das sei angemerkt, ist kein Spielplan nach Vorstellungen des Verbandes, sondern zugeschnitten auf den Wunsch der Königshöfer, speziell auf deren Einser Christoph Schüller. Für den Kleinbardorfer, er lebt und arbeitet in Wien, ergeben sich somit weniger Reisekilometer. Wobei zwei Spiele auch sonst schon öfter vorkommen. "Dass es drei sein durften, hatten wir den Etwashäusern zu verdanken", verrät Schüller im Nachhinein aus Wien. "Sie haben einer Verlegung zugestimmt, auch dass Itagaki und Dreher am geplanten Termin ein BFV-Turnier spielen konnten."

Christoph Schüller mit 100 Prozent Ausbeute

Er selber nutzte es dafür, sich für das Entgegenkommen, auch seiner Mitspieler, mit einer Hundert-Prozent-Ausbeute von Einzelsiegen (6) und zwei Siegen in den drei Doppeln zu revanchieren. Dabei heraus kamen vier von sechs möglichen Punkten, die seine Mannschaft vom vorletzten Platz ins Mittelfeld (5./5:7) katapultierten. So wie es momentan in der vierthöchsten deutschen Liga aussieht, so der TSV Manager Andy Albert, "sollte das ein erster großer Schritt für den Klassenerhalt gewesen sein."

Im ersten Spiel gegen Zella-Mehlis  gab es gleich mehrere Knackpunkte. Schüller/Miszewski mussten ihr Doppel im fünften Satz gegen Wasylkowski/Urbanski, zwei der drei Polen im Team, mit 10:12 abgeben. Bei den Gästen spielt an Position 4 Alexander Krebs (16) aus Schmalkalden, der sich seine Regionalliga-Reife in Bad Königshofen geholt hat und noch öfter hier trainiert. Zusammen mit dem dritten Polen Wiszowaty zog er aber gegen seine ehemaligen Teamkollegen Itagaki/Dreher (1:3) den Kürzeren, "sonst hätten wir einem 0:2 nachrennen müssen", sagt Schüller. "Wichtig war auch, dass Maximilian Dreher gegen den Dreier Urbansky gewonnen hat, und ich konnte den Einser Wasylkowski schlagen, der bis dahin eine 6:0-Bilanz hatte. Das waren mehr oder weniger die Big Points."

Punkte gegen Zella-Mehlis: Itagaki/Dreher 1, Schüller 2, Miszewski 2, Dreher 1.

Überrascht von der Höhe des Sieges

Danach ging's flugs rein ins Auto und Richtung Kitzingen, wo zweieinhalb Stunden später ein in den letzten Jahren schwer zu spielender alter Bekannter mit dem TV Etwashausen frisch und ausgeruht wartete. "Da war es in den letzten Jahren immer knapp und mit so einem klaren Sieg konnten wir natürlich nicht rechnen." Der positive Lauf begann mit den beiden Siegen in den Auftakt-Doppeln. Wobei das Jungspunden-Doppel Itagaki/Dreher beim 3:0 kurzen Prozess machte mit Kamil Michalik, dem Einser, und Markus Jäger. Aber auch Schüller/Miszewski hatten nach verlorenem ersten Satz gegen Günzel/Sasse alles im Griff. Danach musste nur noch Akito Itagaki sein Einzel gegen Michalik abgeben.

Punkte gegen Etwashausen:  Schüller/Miszewski 1, Itagaki/Dreher 1, Schüller 2, Itagaki 1, Miszewski 2, Dreher 2.

Wieder mal raus nach dieser schweren Zeit

Um zehn kam das TSV-Quartett in Etwashausen aus der Halle, am Sonntag früh um halb acht ging es Richtung Rothsee nach Hilpoltstein. "1:1 nach den Doppeln war eigentlich ganz okay." Das Duo Itagaki/Dreher ließ man, weil sehr gut eingespielt, zusammen ran, obwohl der Ägypter Omar Allam aus Kairo wieder mal nach Bad Königshofen gekommen war. "Ich musste einfach wieder mal raus nach dieser schweren Zeit", begründete der 18-Jährige seinen kurzen "Ausflug" in seine "zweite Tischtennis-Heimat." Er durfte die beiden Einzel bestreiten, verlor sie aber gegen Soma Fekete und Sebastian Hegenberger. "Ein 5:5 wäre möglich gewesen. Ich muss aber ehrlich sein, es war mehr ein 4:6 als ein 5:5", wollte Schüller abschließend festhalten.

Punkte gegen Hilpoltstein: Schüller/Miszewski 1, Schüller 2, Miszewski 1.