HOHENROTH

"Es passt genau"

Der frühere Schalterraum im ehemaligen VR-Bank-Gebäude wird nun Sitzungssaal im neuen Rathaus von Hohenroth.

Begeistert zeigten sich die Mitglieder des Bauausschusses über das Gesehene in ihrem potenziellen Rathaus, dem ehemaligen VR-Bank-Gebäude. „Es passt genau“, „wie maßgeschneidert“, „wir müssen keine aufwendigen Umbauten durchführen“, so lauteten die Bemerkungen der Räte bei der Besichtigung der Räume im Gebäude in der Raiffeisenstraße. Bürgermeister Georg Straub führte sichtlich stolz durch die verschiedenen Zimmer und erklärte die angestrebten Verbesserungen. Weder müssen Wände eingerissen und noch neu gemauert werden, betonte er.

„Die Einteilung passt.“ Der Eingang zum neuen Rathaus wird barrierefrei mit einer seitlichen Rampe gestaltet, die Tür und das Glasdach von der Edmund-Grom-Schule werden in den Eingang eingebaut. Der frühere Schalterraum wird als Sitzungssaal genutzt. Dort wird der Teppichboden bleiben, er wird gereinigt, die Trennwand zum Eingang wird herausgenommen. Anstelle dieser wird eine variable Trennwand aus Stoff eingebaut. So kann der Sitzungssaal ganz nach Belieben vergrößert werden, wenn viele Bürger anwesend sind, sagte der Bürgermeister.

Linksseitig vom Sitzungssaal liegt das Bürgermeisterzimmer, daneben ein Raum für die Sekretärin. Der Hintereingang führt in ein kleines Büro, das für einen eventuellen Quartiermeister genutzt werden kann, eine kleine Küche schließt sich an. Auf der rechten Seite, vom Sitzungssaal aus gesehen, liegt ein Besprechungsraum, der eine Küchenzeile erhalten wird. Im Nebenraum findet das Archiv mit Akten der letzten zehn Jahre sein Zuhause.

Der Keller ist zum großen Teil schon hergerichtet, zeigte Straub weiter auf. Dort lagern die alten Akten im Archiv. Unten befinden sich auch zwei Toiletten, die von den Gemeinderäten während der Sitzungen genutzt werden können. Zwei kleine Räume und der Heizungsraum schließen sich an.

Die Räume werden gestrichen, teilweise werden im Gebäude neue Fenster eingebaut. Eine neue Beleuchtung wird installiert. Die Einbauschränke aus Buche werden in den Räumen bleiben, genauso wie die Heizkörper. Die Einrichtung wird vom Sitzungssaal in Leutershausen nach Hohenroth verbracht. Die Außengitter an den Fenstern kommen weg.

200.000 Euro wurden im Hohenröther Haushalt für das neue Rathaus eingeplant, berichtete Bürgermeister Georg Straub, 110.000 Euro habe man für das Gebäude bezahlt, 90.000 Euro seien übrig für den Umbau. „Damit kommen wir hin“, war der allgemeine Tenor der Bauausschussmitglieder. Der Einzug ist für September geplant, bis dahin soll innen alles fertig gestellt sein, sagte Straub weiter. Außen wird das Rathaus neu beschriftet, das Hohenröther Wappen wird das Gebäude zieren. Die VR-Bank-Leuchte wird nach hinten versetzt, denn auf der rechten Seite des Gebäudes wird ein Raum der VR-Bank weiterhin als Beratungsraum dienen, zudem wird der Geldautomat zwar versetzt aber weiterhin zugänglich sein, mit eigener Eingangstür, rechts neben der Rathaustür, also auch barrierefrei zu erreichen. Zufrieden mit dem Gehörten und Gesehenen machten sich Räte auf den Weg zum Bürgerhaus.

Dort wird der große Saal im Erdgeschoss nicht nur technisch verbessert, sondern möglicherweise freundlicher gestaltet. Falls dies finanziell machbar ist. Bürgermeister Georg Straub wird Vorschläge und Kostenschätzungen einholen. Neue Fenster wird das Bürgerhaus jedoch bekommen, das steht bereits fest.

Ferner genehmigte das Gremium die Erweiterung des Speicherbehälters für innerbetriebliche stickstoffhaltige Abwasser auf der Kläranlage und den Anbau eines barrierefreien Windfangs an ein Wohnhaus in Leutershausen.

Am Ende der Sitzung teilte der Bürgermeister mit, dass mit dem Abriss der Außenmauern der Edmund-Grom-Volksschule begonnen wurde und dass voraussichtlich der Rohbau am 25. März angefangen und am 2. Oktober beendet sein wird.