Wargolshausen

Leserforum: Die Zukunft lautet "Geld regiert die Welt"

Zum Thema "Windpark Wargolshausen" erreichte die Redaktion folgender Leserbrief:

Geschäftsleute mit Weitblick haben mit dem Vertrieb von FFP2-Schutzmasken schnell ein Geschäftsmodell entwickelt und sie überteuert unter Zuhilfenahme von Bakschisch an Vater Staat verkauft. Die Empfehlung eines Corona-Schnelltests in einer E-Mail an den Büroleiter der Staatskanzlei soll einem ehemaligen Bayerischen Justizminister mal schnell 300 000 Euro in den Geldbeutel gespült haben.

Für den Wohltäter sicherlich ein Klacks, die Spende war beim Verkaufspreis schon einkalkuliert. Ähnlich rabiat gingen Investoren beim Windpark rund um Wargolshausen vor. Die Bürger vor Ort bleiben völlig außen vor, Großunternehmen suchen sich Geldanlagen, schließlich gilt es Strafzinsen zu vermeiden und der Staat vergibt zudem meistens an Großunternehmen Steuergeschenke. 23 Windräder sollen Wargolshausen umzingeln, Mensch und Natur sind der Willkür des Kapitals ausgesetzt.

Für Windräder darf der Investor problemlos Waldstücke roden und Böden mit Betonfundamenten verfestigen, „Otto-Normalbürger“ dagegen bekommt vorgeschrieben, wann er Bäume abholzen darf, Stein- und Schottergärten erhitzen die Gemüter, das Gartenhaus und die Dachgaube bedürfen einer besonderen Genehmigung, Landwirte werden gegängelt, Grünstreifen für Insekten und Bienen auf ihren Feldern zu errichten, egal ob der Landwirt dann noch existieren kann. Die alte und neue Zukunft lautet: „Geld regiert die Welt“.

Um diesen politischen Irrsinn zu verstehen, muss man scheinbar Politiker oder Kapitalist sein. Wohin soll uns dieser Weg noch führen?

Albrecht und Andrea Warmuth
97618 Wargolshausen