Fladungen

Bekommt die Stadt Fladungen einen Bürgerbus?

Braucht Fladungen eine Bürgerbus? Die Wählergruppe "Stark für unsere Heimat" stellte den Eilantrag auf Anschaffung eines Bürgerbusses seitens der Stadt, um diesen Service den Bürgern anbieten zu können. In der jüngsten Sitzung erteilte Bürgermeisterin Agathe Heuser-Panten das Wort der Vorsitzenden der Wählergruppe Ramona Ditzel-Späth. "Es gibt einen Bedarf für einen Bürgerbus und ganz besonders nachdem am 16. November Rewe in Fladungen geschlossen hat. Bürger, die kein Auto besitzen oder nicht mehr selbst fahren können, haben jeden Tag Angst, dass ihnen die Lebensmittel ausgehen", beschrieb sie die Situation.

Ramona Ditzel-Späth habe selbst einen Bus organisiert, den sie bisher auch selbst fuhr. "Mit dem Weggang des Rewe-Marktes ist ein Stück Freiheit verloren gegangen." Sie verwies auf den demografischen Wandel und die Notwendigkeit, dass die Verantwortlichen der Stadt nun schnell handeln müssen. Vom Bayerischen Staatsministerium gebe es ein Förderprogramm für einen Bürgerbus, das sie den Stadträten mitgebracht hatte. "Ich appelliere an alle Stadträte, sollte der eine oder andere schon eine festgefahrene Meinung haben, die gegen einen Bürgerbus spricht, diese doch bitte nochmals zu überdenken."

Verwaltung will die Rahmenbedingungen prüfen

Der Eilantrag sei in der Kürze der Zeit nicht in Gänze zu bearbeiten, verwies die Bürgermeisterin auf die die personelle Situation im Rathaus. Einstimmig sprachen sich die Stadträte aber dafür aus, dass die Verwaltung die Rahmenbedingungen klärt, in welcher Form ein Bürgerbus zum Einsatz kommen könnte und das Förderprogramm für Fladungen von Interesse sei. Geschäftsstellenleiter Conny Schmuck machte aber auch deutlich, dass dies erst im nächsten Jahr geklärt werden könne. Aus der Zuhörerschaft gab es verschiedene Wortmeldungen, die die Dringlichkeit und den Bedarf unterstrichen.

Ausführlich berieten die Stadträte über die Verteilung von Freiwilligen Leistungen und mahnten sich selbst zur Sparsamkeit. Geschäftsleiter Conny Schmuck machte darauf aufmerksam, dass bereits zu Beginn des Jahres die Summe der Freiwilligen Leistungen festgelegt wurde und diese durch den Vorschlag der Verwaltung, den vorliegenden Anträgen jeweils zehn Prozent zu gewähren, nicht überschritten werde. Doch mehrere Stadträte wollten keine zehn Prozent Zuschuss zu bestimmten Projekten gewähren so ließ die Bürgermeisterin über jeden Antrag einzeln abstimmen. Die katholisch Kirchenstiftung St. Kilian Fladungen saniert die Dach- und Deckenkonstruktion der Pfarrkirche und bekam bereits 1500 Euro. Da die Kosten mit 48 738 Euro erheblich  höher seien als ursprünglich angenommen, stellte sie einen Antrag auf eine weiter Förderung. Mit sieben Ja-Stimmen befürworteten die Stadträte eine weitere Förderung in Höhe von 3300 Euro

Stadtrat bewilligt weitere Zuschüsse

Die katholische Kirchenstiftung St. Jakobus Heufurt beantragt einen Zuschuss für die Restaurierungsmaßnahmen an den Portalen am Haupt- und Nebeneingang sowie des Sockelbereichs. Mit neun Ja-Stimmen wurden hierfür 1375 Euro bewilligt. Für Renovierungsarbeiten am Kirchturmkreuz inklusive Kugel wurden mit acht Ja-Stimmen 1200 Euro genehmigt. Die katholische Kirchenstiftung St. Vitus Leubach renoviert Steinfiguren. Mit neun Ja-Stimmen wurden 310 Euro Zuschuss befürwortet.

Die Schützengilde Fladungen beantragt für die Wiederherstellung der Schützenräume und Modernisierungsmaßnahmen des Schießstandes eine Förderung. Der Vorschlag von Agathe Heuser-Panten auch die Eigenleistung bei den Arbeiten zu berücksichtigen und 2000 Euro zu gewähren, wurde abgelehnt. Die Stadträte sprachen sich mit einer Gegenstimme nur für einen Materialkostenzuschuss in Höhe von 1550 Euro aus.

Einen neuen Rasenmäher für die Feuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr Heufurt schaffte einen neuen Rasenmäher an, um die gemeindlichen Flächen rund um das Feuerwehrgerätehaus zu pflegen Die Bürgermeisterin schlug vor, der Feuerwehr den Rasenmäher zu spendieren, da sie Aufgaben übernimmt, die sonst der Bauhof erledigen müsste. Dem schlossen sich die Stadträte einstimmig an. Die Kosten von 999 Euro übernimmt die Stadt Fladungen.

Der Zuschussantrag des Rhönmuseums für den Erwerb eines Aquarells "Rhönlandschaft" des berühmten Expressionisten Erich Heckel wurde zurück gestellt. Die Stadträte möchten abwarten, was der Landkreis und der Bezirk dazu geben werden.

Kritik übte schließlich Andreas Hoch bezüglich der Kosten für das Fladunger Stadtfest, die noch immer nicht in Gänze bekannt seien. "Weil noch  nicht alle Rechnungen vorliegen", begründete die Bürgermeisterin.