SCHACH:

Yustyna Makarchuk wird unterfränkische Meisterin

Ihr Talent bewies Yustyna Makarchuk vom SC Bad Königshofen: Sie wurde unterfränkische Meisterin in der Altersklasse ...

Schöner Erfolg und Belohnung für die Nachwuchsarbeit des Schachclubs Bad Königshofen: Yustyna Makarchuk ist in der Klasse U12 weiblich souverän unterfränkische Meisterin geworden und nimmt vom 13. bis 17. April (Ostern) im Schullandheim Burg Wernfels in Spalt an den bayerischen Titelkämpfen teil.

Fehlstart weggesteckt

Die Zehnjährige errang auf Bezirksebene sechs von sieben Punkten – das bedeutete Platz eins in ihrer Altersklasse. Nach dem Fehlstart (Niederlage in der ersten Runde gegen Johanna Keller von der SpVgg Stetten) folgten sechs Siege. Die schwierigste Partie und gleichzeitig ihre beste, wie Vereinsvorsitzender Jürgen Müller lobte, war das Duell gegen Luisa Schraut (Stetten). „Yustyna spielte clever, mit geschickten Bauernzügen und konnte aus einer guten Position heraus entscheidende Vorteile nutzen“, so Müller. Manchmal war auch das Glück auf ihrer Seite, gab Yustyna zu. Begleitet wurde sie von WIM Susanna Gabojan, die momentan den Schachclub unterstützt und seit vier Monaten das Extra-Training für Yustyna übernommen hat. Davor hat auch Jürgen Müller mit dem Nachwuchstalent trainiert.

Yustyna Makarchuk kam vor drei Jahren durch ihren Vater Vladyslav und ihre Schwester zum Schachclub. Während die ältere Schwester das Interesse an Schach bald verlor, spielt der Vater inzwischen in der dritten Mannschaft mit. Die Familie stammt aus der Ukraine und lebt jetzt in Bad Königshofen. Deutsch hat Yustyna im Kindergarten in einem Jahr gelernt, damals war sie fünf Jahre alt und kam dann in die Grundschule. Nach der vierten Klasse will sie im Herbst aufs Gymnasium wechseln. In welchem Fach ist sie besonders gut? Natürlich in Mathematik – wie es bei Schachtalenten üblich ist.

Große Vorbilder

Tatjana Melamed, die für Bad Königshofen in der Frauen-Bundesliga spielt und Landestrainerin in Sachsen-Anhalt ist, bestätigte nach einem Training mit Yustyna Jürgen Müller das Talent der jungen Spielerin. Sie begreife sehr schnell und denke strategisch, so Melamed. Zeigte Yustyna anfangs mehr Trainingsfleiß als Kampfgeist, hat sich das inzwischen geändert. Sie gewinnt gern und hat sich zum Ziel gesetzt, auch mal so einen großen Pokal im Arm zu halten wie die beiden Meisterpokale, die das Frauenteam des SC Bad Königshofen in der Bundesliga gewonnen hat. Zunächst muss sie sich mit einem kleineren Pokal und einer Urkunde zufriedengeben. Bis zu den Bayerischen will sie weiter fleißig trainieren, allerdings nicht unbedingt mit ihrem Vater. Der hat kaum noch Chancen auf einen Sieg gegen sie. (regi)