FUßBALL: A-KLASSEN RHÖN 2 UND 3

Stockheim/Bastheim/Reyersbach als Favoritenschreck?

Augen zu und durch: Die SG Stockheim/Bastheim/Reyersbach (rechts Maximilian Euring) will dem Titelanwärter SG Burgwallbach/Leutershausen ein Bein stellen. Der TSV Stetten (links Steven Braungardt) geht, diesmal gegen den TSV Ostheim, einmal mehr als Außenseiter ins Spiel. Foto: Anand Anders

Fußball

A-Klasse Rhön 3

1.(1.) Brendlorenzen/Windshausen11100141:1230
2.(2.) SG Burgwallbach/Leutersh.1182139:1226
3.(3.) SG Eußenhausen/Mühlfeld1171336:1322
4.(4.) Oberelsbach/O'-U'waldb.1171336:2022
5.(5.) TSV Ostheim1063129:1321
6.(6.) Stockheim/Bastheim/Reyersb.1161422:1219
7.(7.) SG Wargolsh. I/Wülfersh. II1151517:1416
8.(8.) FC Ober-/Mittelstreu 1142514:2214
9.(9.) SV Herschfeld1131713:2310
10.(10.) Irmelshausen I/Herbstadt II1122713:308
11.(11.) SG Unsleben/Wollbach II112188:327
12.(12.) Ginolfs I/Weisb. I/U'weiß./Fr. II1113716:456
13.(13.) TSV Stetten1110107:433

Sonntag, 17. Oktober, 14 Uhr:

SG Stockheim/Bastheim/Reyersbach – SG Burgwallbach/Leutershausen

(in Reyersbach)

Sonntag, 17. Oktober, 15 Uhr:

SV Herschfeld – SG Ginolfs I/Weisbach I/Unterweißenbrunn/Frankenheim II

SG Brendlorenzen/Windshausen – FC Ober-/Mittelstreu (in Brendlorenzen)

SG Oberelsbach/Ober-Unterwaldbehrungen – SG Wargolshausen I/Wülfershausen II

(in Oberelsbach)

TSV Stetten – TSV Ostheim

SG Eußenhausen/Mühlfeld – SG Irmelshausen I/Herbstadt II (in Eußenhausen)

„Vorne mitspielen“, mit diesem ehrgeizigen Ziel war die SG Brendlorenzen/Windshausen in die Saison gestartet. Dass es – zumindest bislang – so gut laufen würde, hätte kaum einer für möglich gehalten. Zehn Siege in elf Spielen bedeuten Platz eins und bereits vor dieser Partie zum Vorrunden-Abschluss den Gewinn der Herbstmeisterschaft. Und erstmals, nach fast genau einem Jahr, trägt die 1. Mannschaft wieder ein Punktspiel auf dem Platz auf der Josef-Hahner-Sportanlage in Brendlorenzen aus. Und wie es der Zufall so will. Gegner ist der FC Ober-/Mittelstreu – genau das Team, gegen das Brendlorenzen/Windshausen am 11. Oktober 2020 das letzte Punktspiel an der Brender Allee bestritten hat. Es war ein hoch spannendes Match, in dem die SG aus einem 0:3-Rückstand noch ein 3:3 machte. Der Gast, im sicheren Mittelfeld angesiedelt, kann für jeden Kontrahenten (siehe zuletzt das hauchdünne 3:4 gegen die SG Oberelsbach) ein höchst unangenehmer Gegner werden – zumal er in diesen 90 Minuten nichts zu verlieren hat.

Wird die SG Stockheim/Bastheim/Reyersbach zum Favoritenschreck? Die junge Mannschaft läuft jedenfalls voller Tatendrang auf den Sportplatz in Reyersbach, um der SG Burgwallbach/Leutershausen die Stirn zu bieten. Der Gast, auf Platz zwei liegend, mühte sich zuletzt zu einem 2:1-Sieg gegen den SV Herschfeld und muss konzentriert zu Werke gehen. Stockheim hat im bisherigen Verlauf den Favoriten zu schaffen gemacht und liegt nach dem jüngsten 3:0-Erfolg in Unsleben gerade einmal drei Punkte hinter dem Tabellendritten – der Platz, der zur Aufstiegsrelegation berechtigt. Mit je zwölf Gegentoren besitzen beide Teams eine stabile Abwehr. Der, womöglich spielentscheidende Unterschied, ist das Toreschießen: Da liegt der Vorteil klar auf Seiten des Gastes (39 Tore, davon allein elf von Torjäger Pascal Memmler), während Stockheim erst 22 Mal traf.

War das ein Spiel, das sich der TSV Ostheim und die SG Eußenhausen/Mühlfeld zuletzt beim 3:3 lieferten. An diesem Sonntag wird es für die Mannschaft von Trainer Rainer Graumann wesentlich entspannter zugehen. Sie fährt als haushoher Favorit zum TSV Stetten. Mit erst einem Sieg (bei zehn meist klaren Niederlagen) und einem Torverhältnis von 7:43 bildet der Hausherr das Schlusslicht der Tabelle. Und hat trotzdem noch Blickkontakt zum Nichtabstiegsplatz (drei Punkte Rückstand). In diesen 90 Minuten geht's für den personell geschwächten TSV Stetten wohl ausschließlich um Schadensbegrenzung. Hinten dicht machen heißt die Devise. Wenn Ostheim den Gegner nicht unterschätzt und Fahrt aufnimmt, wird dem fest eingeplanten Sieg nichts im Wege stehen.

Der SV Herschfeld hat an der Überraschung geschnuppert. Viel fehlte nicht und er hätte beim jüngsten 1:2 dem Favoriten SG Burgwallbach/Leutershausen ein Bein gestellt. Diese Vorstellung gibt Zuversicht vor dem Heimspiel gegen die SG Ginolfs I/Weisbach I/Unterweißenbrunn/Frankenheim II. Und da werden sich die SV-Recken ins Zeug legen. Zum Abschluss der Vorrunde ein Sieg und den Mittelfeldplatz (derzeit Neunter) festigen, das hat der SV fest vor. Gelingen sollte ihm das, zumal die SG Ginolfs als Vorletzter im Tabellenkeller sitzt und große Defizite im Abwehrverhalten an den Tag legt. 45 Gegentore bedeuten den schlechtesten Wert in dieser Klasse. In diese Lücken wollen die Herschfelder Angreifer mit Entschlossenheit stoßen.

Mitten drin im Kampf um die ersten drei Plätze befindet sich die SG Eußenhausen/Mühlfeld, die im jüngsten Spitzenspiel aus Ostheim (3:3) einen wichtigen Punkt entführte und ihre gute Ausgangsposition wahrte. Als aktueller Tabellendritter spürt die Mannschaft um Trainer Thorsten Breunig dennoch den Atem der Verfolger im Nacken. Zum Abschluss der Hinrunde wäre alles andere als ein Sieg eine große Enttäuschung. Schließlich kommt die SG Irmelshausen I/Herbstadt II, die bislang nicht vom Erfolg verwöhnt ist (8. Platz), aber mit ihren achten Punkten zumindest ein Fünf-Punkte-Polster auf den einzigen Abstiegsplatz besitzt. Wenn der Hausherr seine spielerischen Qualitäten zum Tragen bringt, wird der Gast nichts zu lachen haben.

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Das war zuletzt die SG Oberelsbach/Ober-Unterwaldbehrungen, die selbst 3:0 gewann und vom Unentschieden zwischen Ostheim und Eußenhausen/Mühlfeld profitierte. Das brachte die Rhöner wieder mitten hinein in den Kreis der Aufstiegsanwärter. Eine gute Ausgangsposition, die sie sich an diesem Sonntag nicht vermasseln lassen möchten. Leichter gesagt als getan. Die SG Wargolshausen I/Wülfershausen II, die zu Gast ist, hat sich als Aufsteiger in der A-Klasse etabliert, liegt mit ausgeglichener Bilanz (5/1/5) im Mittelfeld (7.), jenseits von Gut und Böse. Aus dieser Position heraus können die Gäste ohne jeglichen Druck ins Spiel gehen. Ob es zu mehr reicht als den Hausherrn nur ein bisschen zu ärgern?

A-Klasse Rhön 2

1.(1.) SG Bad Bocklet/Aschach1172231:1623
2.(2.) SpVgg Sulzdorf/Bundorf1262432:2120
3.(3.) SG Sulzfeld/Merkershausen1062223:1220
4.(4.) TSV Arnshausen/KG II/R. II1162318:1520
5.(5.) TSV Rothhausen/Thundorf1154226:1519
6.(6.) FSV Hohenroth1152424:2117
7.(7.) Großwenkh. I/Münnerst. II1151515:1616
8.(8.) SG Niederlauer I/Strahl. II1135316:1914
9.(9.) TSVgg Hausen/KG1134421:1913
10.(10.) Burglauer I/Reich. II/Windh. II1040616:2512
11.(11.) Rannungen/Pfändh./Holzh. II1132615:2411
12.(12.) Eltingshausen I/Rottersh. II1113712:266
13.(13.) SpVgg Althausen-Aub1113710:306

Samstag, 16. Oktober, 14 Uhr:

SG Burglauer I/Reichenbach II/Windheim II – SG Eltingshausen/Rottershausen II

(in Burglauer)

Samstag, 16. Oktober, 17.30 Uhr:

SG Großwenkheim I/Münnerstadt II – TSV Rothhausen/Thundorf (in Großwenkheim)

Sonntag, 17. Oktober, 15 Uhr:

TSVgg Hausen/KG – SG Sulzfeld/Merkershausen

SpVgg Althausen-Aub – FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen II

SG Bad Bocklet/Aschach – SG Arnshausen /Reiterswiesen II/FC Bad Kissingen II

(in Aschach)

FSV Hohenroth – SG Niederlauer I/Strahlungen II

Jetzt gleich noch einen nachlegen und den 2:0-Derbysieg bei der SG Niederlauer richtig wertvoll machen: Mit dieser Absicht geht die SG Burglauer I/Reichenbach II/Windheim II in das Duell gegen die SG Eltingshausen I/Rottershausen II. Mit einem Sieg gegen das Kellerkind würden sich die Schützlinge von Spielertrainer Marco Mangold ein weiteres Stück mit dann neun Punkten Vorsprung auf den Tabellenletzten (in dieser Saison der einzige Abstiegsplatz) in Richtung sicheres Mittelfeld vorarbeiten. Deshalb heißt es für den Hausherren am Samstag in Burglauer volle Kraft voraus. Aber aufgepasst: Der Gast hat vier seiner sechs Punkte auswärts errungen und seinen bislang einzigen Erfolg in der Fremde gefeiert (2:1 in Niederlauer).

Wem gelingt die sofortige Wiedergutmachung im prestigeträchtigen Derby? Sowohl der FSV Hohenroth (1:2 in Arnshausen) wie auch die SG Niederlauer I/Strahlungen II (0:2 daheim gegen die SG Burglauer) haben zuletzt die Sportplätze mit hängenden Köpfen verlassen. Insbesondere beim FSV herrschte Frust, weil im Kampf um die vorderen Plätze gegen einen Mitkonkurrenten drei Punkte eingebüßt wurden. Jetzt heißt es aufgepasst, damit die Führenden nicht enteilen. Mit dem Heimvorteil im Rücken zählt für den FSV zum Abschluss der Hinrunde nur ein Sieg. Der Gast liegt zwei Plätze und drei Punkte hinter dem FSV. Will heißen: Bei einem Sieg zieht die SG Niederlauer gleich. Aber der Remiskönig wäre sicher mit einer erneuten Punkteteilung (es wäre das sechste Unentschieden) zufrieden. Hohenroth aber nicht.

Die SG Sulzfeld/Merkershausen hat sich mit dem 6:0-Derbysieg gegen Althausen-Aub schon mal eingestimmt auf ein schweres Spiel, das die Grabfelder zur Herausgabe ihres ganzen Könnens zwingt. Sie sind zu Gast bei der TSVgg Hausen – eine Mannschaft, die Rätsel aufgibt und bislang ein Wechselbad der Gefühle durchlebt. Ambitioniert gestartet, kommt die TSVgg vor dem letzten Vorrundenspiel nicht über Platz neun hinaus. Soll da noch was gehen (der Aufstieg ist das Ziel), muss der Knoten platzen und eine Siegesserie hingelegt werden. Daheim hat Hausen bei je zwei Siegen, Unentschieden und Niederlagen noch keinen allzu großen Schrecken verbreitet. Dennoch müssen die Sulzfelder und Merkershäuser auf alles gefasst sein.

Harte Zeiten durchlebt die SpVgg Althausen-Aub. Nach einem durchaus guten Start holte den Aufsteiger bald die harte Wirklichkeit ein. Nach sechs Niederlagen hintereinander findet sich die SpVgg auf dem letzten (Abstiegs-)Platz, allerdings punktgleich mit der SG Eltingshausen. Die Heimpartie gegen den FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen II hat richtungsweisenden Charakter. Ein Sieg – und die Mannschaft von Trainer Kilian Kuhn kommt bis auf zwei Punkte an ihren Kontrahenten heran. Bei einer Niederlage wären es acht Zähler Rückstand. Mit Kampfgeist und der Hoffnung auf das Quäntchen Glück, das zuletzt gefehlt hat, nimmt die SpVgg diese Herausforderung an. Vielleicht geht endlich der Wunsch nach dem ersten Heimsieg in Erfüllung.