Rhön-Grabfeld-Cup

Viele Highlights und große Spendenbereitschaft beim 14. Herschfeld-Lauf

Viel Spaß hatten die vielen Kinder beim Bambinilauf rund um den Sportplatz. Foto: Angela Bleichner

Ein dreitägiges Lauffest wurde am vergangenen Wochenende auf dem Sportplatz des SV Herschfeld gefeiert. Es stand ganz im Zeichen der Solidarität mit den Menschen, die durch die Gewalt der Flutkatastrophe alles verloren haben. Die zahlreichen Teilnehmer begrüßten die Initiative der Laufgruppe, Spenden für die von der Flut betroffenen Menschen zu sammeln. Die Spendenbereitschaft übertraf letztlich die kühnsten Erwartungen. Auch nach Abschluss der Laufveranstaltung trafen einige Anfragen ein, ob noch gespendet werden könne. Deshalb haben sich die Veranstalter entschlossen, die Aktion noch um ein paar Tage zu verlängern.

366 Läuferinnen und Läufer an drei Tagen

Mit der Teilnahme von 366 Läuferinnen und Läufern beim diesjährigen Herschfeldlauf im Rahmen des Rhön-Grabfeld-Cups zeigte sich der Trainer der Laufgruppe, Albrecht Wilm, hochzufrieden. "Wir hatten viele Highlights. Ganz besonders hervorheben möchte ich die Aktionen mit den Kindern am Freitag. Wie begeistert alle mitgemacht haben, hat uns riesig gefreut." Vier Trainerinnen hatten verschiedene Stationen auf dem Rasen aufgebaut, wo es vor der Runde um den Sportplatz ums Aufwärmen und die Einstimmung ging. Sogar die kleinsten Sportler bewältigten die Sprünge über kleine Hürden oder auf der Koordinationsleiter. Im Anschluss wurde ein Bambini- und Schülerlauf gestartet, bei dem es darum ging, eine 400 Meter lange Strecke zu bewältigen. Alle kamen ins Ziel und durften sich ein Eis zur Belohnung abholen.

Lisa Nöth und Albrecht Wilm vom Ausrichter SV Herschfeld gingen auch selbst auf die Strecke Foto: Angela Bleichner

Das gab es auch für alle, die in den angebotenen Zeitfenstern nach dem Laufen ins Ziel kamen. Auf der Hauptlaufstrecke über acht Kilometer, die der überwiegende Teil der Läufer bereits gut kennt, waren anstrengende Anstiege mit insgesamt 170 Höhenmetern zu bewältigen. Es herrschte wieder typisches Herschfeldlaufwetter, vor allem am Freitag war es extrem heiß. Aber auch ein starkes Gewitter am Samstag konnte die gute Laune der Läuferinnen und Läufer nicht trüben.

Bad Bürgermeister Michael Werner walkt auch mit

Als einer der ersten Starter am Samstag ging Bad Neustadts Bürgermeister Michael Werner auf die Walkingstrecke. Er ließ es sich nicht nehmen, auch in diesem Jahr beim Herschfeldlauf dabei zu sein. Manfred Schön vom TSV Saal freut sich auf einen Marathon, den er im Herbst laufen möchte. Er hofft, dass die Veranstaltung in München Anfang Oktober auch stattfinden kann. Doch davon wolle er sein Training nicht abhängig machen, auf jeden Fall trainiere er jetzt nach einem speziellen Trainingsplan. "Da ist es schön, auch einmal auf einer anderen Laufstrecke unterwegs zu sein. Heute sollte ich nach dem Einlaufen drei Kilometer mit hohem Tempo laufen. Das konnte ich hier gut umsetzen."

Die Fußballer und Betreuer des SV Herschfeld zusammen.die auf das erste Punktspiel: Die erste Fußballmannschaft des SV Herschfeld läuft eine Runde Foto: Angela Bleichner

Vor ihrem ersten Punktspiel ging die Fußballmannschaft des SV Herschfeld mit allen Trainern und Betreuern gemeinsam auf die Strecke. SV-Vorsitzende Stephanie Philipp-Schirmer walkte die Hauptlaufstrecke gemeinsam mit ihrem Hund. Der 79-jährige Bernd Gibfried vom SV Herschfeld war in den letzten Jahren als Streckenposten im Einsatz und freute sich, dass er dieses Jahr einmal selbst laufen konnte. Der älteste Teilnehmer mit 85 Jahren war allerdings einmal mehr Franz Stockheimer vom TSV Brendlorenzen. Er hält den Rhön-Grabfeld-Cup-Läufen schon seit vielen Jahren die Treue.

Trotz der hohen Temperaturen hatte diese Laufgruppe des TSV Saal viel Spaß beim Herschfeldlauf. Foto: Angela Bleichner

Übereinstimmend wurde die Strecke und ihre gute Markierung gelobt. Sandy und Michael Gundalach vom RSV Wollbach kamen mit ihrer Tochter Marie am Sonntag und liefen gemeinsam. "Ich habe mir endlich einmal die schöne Strecke angeschaut", schwärmte Sandy. "Wir würden uns freuen, wenn der Charakter der Laufveranstaltungen ohne Wettkampfdruck beibehalten wird. Das Leichtathletik-Leistungszentrum soll sich unbedingt etwas überlegen." Die Familie mit den meisten aktiven Teilnehmern waren die acht Siebenschucks vom TSV Höchheim. Sie zeigten eindrucksvoll, dass es darum geht, sich zu bewegen und dabei zu sein. Das passt auch gut zu den aktuell stattfindenden Olympischen Spielen in Tokio: Dabei sein ist alles. Und genau wie es die Läuferinnen und Läufer in Coronazeiten erleben: Es geht nicht nur um "schneller, höher, weiter", sondern auch ganz besonders um "Gemeinsam."